Die Stadt tauscht 4,31 Hektar mit dem Nachbarort Süßen. Auslöser der sogenannten Flurbereinigung war einst der Bau der neuen B 10.
Bisher verlief die Ortsgrenze zwischen dem Wohngebäude Näherhof 1 und dem dazu gehörenden Wirtschaftsgebäude. Das Wohngebäude gehörte zu Eislingen, das Wirtschaftsgebäude zu Süßen. Zukünftig sollen beide Gebäude zu Eislingen gehören.
Während der jüngsten Sitzung des Gemeinderates stimmte das Gremium einstimmig dem von der Unteren Flurbereinigungsbehörde vorgeschlagenen Flächentausch zu. Die Stadt Süßen hat dem Vorschlag ebenfalls zugestimmt. Laut Martina Mühlberger, Leiterin des Amts für Immobilien, hätten sich auch die Eigentümer des Näherhofes 1 für den Flächentausch ausgesprochen. Dass überhaupt über neue Stadtgrenzen nachgedacht wurde, hing mit dem Bau der neuen Bundesstraße zusammen.
Felder und Wiesen
Jene Flächen, die durch den Tausch Süßen zugeschlagen werden, bestehen aus Feldern und Wiesen in den Gewannen Heiligenegert und Wachhalde an der südöstlichen Gemarkungsgrenze Eislingens, nahe des Näherhofes. Wichtig war Eislingen, dass ein altes Hügelgrab in den dortigen Waldstück auf Eislinger Gemarkung bleibt. Im Riedwald gibt es einen Keltenfriedhof. Es sind noch Grabhügel mit einem Durchmesser von 8 bis 18 Meter und einer Höhe bis 0,5 Meter Höhe vorhanden. Die Kelten zählen zu den frühen Bewohnerinnen und Bewohner Mitteleuropas. Schon im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus schufen sie in Südwestdeutschland stadtartige Machtzentren. Auch in Eislingen gibt es Spuren davon. bra
