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Närrische Singstunde

Närrisches Treiben beim Kirchenchor Närrisch gings zu, im Anschluss an die Chorprobe des Katholischen Kirchenchores am Donnerstag, den 5. Februar 2026....
Sänger verkleidet.
Närrische SängerFoto: Privat

Närrisches Treiben beim Kirchenchor

Närrisch gings zu, im Anschluss an die Chorprobe des Katholischen Kirchenchores am Donnerstag, den 5. Februar 2026. Die kostümierten Sängerinnen und Sänger des Chores ließen es bereits erahnen: Die närrische Jahreszeit machte auch vor dem Kirchenchor nicht halt. Zu vorgezogenem Probebeginn, bereits um 19.00 Uhr, war die Sängerschar bereits in Erwartung des närrischen Geschehens im Anschluss an das obligatorische Probegeschehen.

Doch bereits beim Eintreffen des Chorleiters Klaus Siefert wurde dieser sofort in humorvoller Weise mit seiner Kritik der jüngsten Probezeit aus der Alt-Stimme konfrontiert. Als Vertreterin des Alt überreichte die Sängerin Juliane Stegmaier symbolisch eine Plüsch-Schlange, als „Prinzessin Zischlinde“, die Herrn Siefert künftig von seinen einseitig wahrgenommenen „Zisch-Lauten“ aus der Alt-Stimme ablenken solle. Möge er doch künftig dieser Zischlinde mehr Beachtung schenken, wenn es um die Einordnung von „S-Lauten“ aus „bestimmter Richtung“ gehe. Spontanes Gelächter und Beifall aus der Sängerrunde wurden laut und „Zischlinde“ wurde sofort zum Blickfang und Mittelpunkt der Chorprobe. Nach verkürzter Singstunde wurde die Sängerschar rasch verköstigt und ein jeder bekam zur Sättigung die ein o. andere heiße Wurst und durfte sich fortan durchgängig an den kostenfreien Getränken laben. Edith Becker hieß noch die versammelte Narrenschar mit einem „Cäci-Cäco“ herzlich willkommen, aber dann wurde der närrische Reigen auch gleich eröffnet. Auf Kommando startete Hausmusiker Konrad Becker denn auch gleich mit Stimmungsliedern.

Nach erster musikalischer Einstimmung hieß es dann: Bütte frei für die erste Nummer. „Bankraub in Malsch“ so wurde in humorvoller Weise die amateurhafte Ausführung eines Banküberfalls durch Hartmut und Maria Müller persifliert. Am Ende des kläglich gescheiterten Unterfangens bekam der bedauernswerte Bankräuber immerhin noch ein paar Euros, um sich beim Metzger Becker eine heiße Wurst zu kaufen. Viel Beifall honorierte den Beitrag. Ohne große Pause führte Conferéncier Arno Stegmaier durch das Programm und kündigte bereits die nächste Nummer an. Eine Sängerin aus dem Sopran (Irmgard Becker) machte ihre Beobachtungen publik. So fühlte sich zwar selbst übergangen bei der Verteilung von Lob und Aufmerksamkeit, ließ diese aber gleichsam wohltätig über andere Stimmen und Sänger des Kirchenchores ergehen, begleitet durch ihren Lobruf: „Darum hab ich euch/dich so gern, drum kriegsch vun mir än Weihnachtsstern“. Einen solchen überreichte sie dann auch den von ihr Bedachten. Auch sie erhielt Beifall für ihren Beitrag. Eine Schunkelrunde vom Hofmusiker Konrad Becker überbrückte die Zwischenzeit bis zum nächsten Auftritt. Nach Vorbereitung des Auftritts betrat eine waschechte Sommelière die Bühne. Als Weinexpertin hatte Monika Becker so manch passende Weinbeschreibung auf eine Sängerin oder einen Sänger parat. Beispiele gefällig? Arno's Vogelhecke oder die Müller-Rebe (Hartmut Müller), die Dank „marianischer Pflege“ auch in Malsch (und beim Kirchenchor) heimisch wurde. Ihr stimmiger Beitrag wurde auch mit viel Beifall bedacht. Passenderweise hatte Arno Stegmaier im direkten Anschluss auch gleich ein lustiges „Wein Abc“ parat. Für jeden Buchstaben des ABC hatte er eine Wein-Assoziation parat. Beispiel gefällig? E wie Erzeugerabfüllung: „Wenn man den Winzer unter den Tisch säuft.“ Auch er erntete viele Lacher für seinen Vortrag. Im nächsten Beitrag schilderte Vorständin Isolde Schäffner in lebhafter Weise den anstrengenden Alltag eines Vorstandes vom Kirchenchor. Ihre nachvollziehbaren Erfahrungen wurden stets durch ihre Feststellung „Sou än Vorstondsposchte dä schtrengt ooa, isch glaab isch setz mi erschd mol noo“, begleitet. Beim Gehörten durchaus nachvollziehbar. In Anerkennung dieser Verdienste erhielt sie durchaus ernstgemeinten Beifall.

(Fortsetzung folgt)

Arno Stegmaier

Büttenrednerin.
Büttenrednerin.Foto: Privat
Erscheinung
Malscher Gemeinde Rundschau
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Ausgabe 08/2026
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