7:27 Uhr NAK Rundfunksendung auf SWR 1
10:00 Uhr Übertragungsgottesdienst in Grafenau-Döffingen mit Stammapostel Schneider aus Kapstadt
20:00 Uhr Die Gemeinde ist zum gemeinsamen Gottesdienst in Ehningen.
9:30 Uhr Gottesdienst in Grafenau-Döffingen, parallel Vorsonntagschule und Sonntagschule
Pfingsten – begeistert vom Heiligen Geist
Pfingsten gilt als der Geburtstag der Kirche. Fünfzig Tage nach Ostern erinnern sich Christinnen und Christen daran, dass Gottes Geist die Jünger erfüllte und ihnen neuen Mut schenkte. Was zuvor von Angst und Unsicherheit geprägt war, wurde plötzlich von Hoffnung, Kraft und Begeisterung getragen – im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn „begeistert“ bedeutet ursprünglich: vom Geist erfüllt sein. Der Heilige Geist machte die Jünger nicht nur mutiger, sondern auch lebendig, offen und voller Vertrauen. Aus einer kleinen, verängstigten Gemeinschaft entstand eine Bewegung, die die Welt verändern sollte.
Die biblische Erzählung aus der Apostelgeschichte beschreibt dieses Geschehen eindrucksvoll: Die Jünger waren versammelt, als plötzlich ein gewaltiges Brausen vom Himmel kam. Dann erschienen über ihren Häuptern etwas wie Feuerzungen oder Flammen, die sich auf jeden Einzelnen niederließen. Dieses Feuer war kein zerstörerisches Feuer, sondern ein Zeichen der Gegenwart Gottes. Der Heilige Geist entzündete in den Menschen ein inneres Licht.
Ein weiteres Merkmal der Gegenwart des Heiligen Geistes war, dass die Jünger plötzlich in verschiedenen Sprachen sprechen konnten und Menschen aus vielen Ländern sie verstanden. Pfingsten wurde so auch zu einem Fest der Verständigung und Gemeinschaft. Wo vorher Grenzen waren, entstand Verbindung. Wo Angst herrschte, wuchs Vertrauen.
Auch heute kann Pfingsten eine Einladung sein, sich neu „begeistern“ zu lassen – von Hoffnung, Glauben und Nächstenliebe. Der Heilige Geist wirkt nicht nur in großen Wundern, sondern oft ganz leise: in einem tröstenden Wort, in neuer Zuversicht oder in dem Mut, füreinander einzustehen.
Pfingsten erinnert daran, dass Gottes Geist Menschen bewegt und verändert. Die Flammen über den Köpfen der Jünger stehen bis heute für dieses göttliche Feuer, das Herzen erwärmt und Menschen miteinander verbindet. Wer sich von diesem Geist berühren lässt, kann selbst zum Licht für andere werden. Auch wenn das Licht in uns manchmal nur eine kleine Kerze zu sein scheint, kann es doch für unseren Nächsten zu einem Hoffnungsschimmer, dem Licht am Ende eines Tunnels werden. Also verstecken wir unser Licht nicht, sondern lassen es leuchten – wo immer es gebraucht wird.
Text: Katja Bruhnke
Bild: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
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