Am 7. und 8. Mai trafen sich beim Landesfinale von „Jugend forscht junior“ in Balingen die besten Nachwuchsforscherinnen und Nachwuchsforscher Baden-Württembergs. Unter dem diesjährigen Wettbewerbsmotto „Maximale Perspektive“ präsentierten 108 Kinder und Jugendliche aus den Jahrgängen 2011 bis 2016 insgesamt 61 Projekte in der Volksbankmesse.
Schirmherrin des Wettbewerbs war Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Kultusministerin Theresa Schopper richtete sich per Videobotschaft an die Teilnehmenden. Beide betonten die Bedeutung von Neugier, wissenschaftlichem Denken und Durchhaltevermögen für die Zukunft Baden-Württembergs als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort. „Es braucht Menschen wie euch“, erklärte Hoffmeister-Kraut den jungen Forscherinnen und Forschern.
Mitten unter den besten Nachwuchsforschenden Baden-Württembergs: die Gemeinschaftsschule Neubulach, die sich mit zwei Projekten für das Landesfinale qualifiziert hatte – und dort erneut eindrucksvoll überzeugte.
Für besonderes Aufsehen sorgte das Projekt „Der Orangensaft-Check: Wie viel Vitamin C steckt wirklich drin?“ von Rosa Schwenker, Anna-Lena Dörrer und Jule Schrade aus Klassenstufe 4, betreut von Anna-Lena Binder und Hanna Jocher. Sie gehörten zu den jüngsten Teilnehmerinnen des gesamten Wettbewerbs. Dennoch erreichten sie im Fachbereich Chemie einen vielbeachteten zweiten Platz, verpassten den Landessieg nur um Haaresbreite und erhielten zusätzlich einen Sonderpreis. Besonders bemerkenswert: Die Schülerinnen hatten bislang noch keinen regulären Chemieunterricht. Doch sie konnten sich im starken Teilnehmerfeld gegen deutlich ältere Jugendliche (mit Chemieunterricht) behaupten. Betreuerin Hanna Jocher sieht darin mehr als nur einen Wettbewerbserfolg: „Mich hat begeistert, mit wie viel Neugier und wissenschaftlicher Genauigkeit unsere „Vierer“ an das Thema herangegangen sind. Wenn es einer Schule gelingt, Raum für eigenes Denken und Ausprobieren zu schaffen, können selbst die Jüngsten auf höchstem Niveau naturwissenschaftlich forschen und arbeiten.“
Ebenfalls sehr erfolgreich war das Projekt „Bärenstark – Das Gummibärchen-Phänomen“ von Aaliyah Karanci, Luisa Schmitt und Klara Rathfelder (Klasse 5), das von Eva-Maria Broschk und Lisa Kappler betreut wurde. Im stark besetzten Fachbereich Arbeitswelt erreichten die Schülerinnen einen souveränen dritten Platz. Darüber hinaus erhielten sie einen Sonderpreis der Wilhelma und wurden von den Teilnehmenden des Wettbewerbs zum „Projekt der Herzen“ gewählt.
Ein besonderer Höhepunkt des Wettbewerbs war die Verleihung des Sonderpreises der Hopp-Foundation für herausragendes Engagement im Bereich der MINT-Förderung. Die Gemeinschaftsschule Neubulach erhielt die mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung. Gewürdigt wurde dabei insbesondere, dass forschendes Lernen an der GMS Neubulach nicht auf einzelne Projekte beschränkt bleibt, sondern fest im Schulalltag verankert ist. Das MINT-Curriculum der Schule gilt als vorbildlich und zeigt, wie wissenschaftliches Arbeiten in allen Schulstufen erfolgreich umgesetzt werden kann.
Schulleiter Dominik Bernhart betont: „Zu den angenehmen Seiten des Schulleiterberufs gehört es natürlich, Preise entgegennehmen zu dürfen. Entscheidend ist aber, wer sie möglich macht. Hinter den Erfolgen steht ein enorm engagiertes Team. Eva-Maria Broschk, Lisa Kappler, Anna-Lena Binder und Hanna Jocher haben ihre Teams hervorragend gecoacht und intensiv beim Forschen begleitet. Wenn neugierige und motivierte Schülerinnen und Schüler auf eine so engagierte Betreuung treffen, dann sind solche Erfolge kein Zufall.“


