
Vernissage am Mittwoch, 28. Januar, 19.30 Uhr
Unter dem Titel Positionen stellen eine Künstlerin und zwei Künstler aus Wendlingen am Neckar ihre Werke aus und zeigen damit auf unterschiedlichste Art ihren Standpunkt zur Kunst. Armin Steudle malt gegenständlich faszinierende Motive in einer virtuellen Reise um die Welt. Hans-Joachim Hochradls Bilder wirken dagegen abstrakt und seine Zeichnungen und Druckgrafiken knüpfen an das motivische Repertoire seiner Malerei an. Gabriele Kaisers Material ist Ton. Begegnungen mit Menschen, Tieren und anderen Kulturen geben ihr Anstöße für die Umsetzung in Ton.
Armin Steudle: Er malt thematisch eine Reise rund um die Welt. Reiseziele sind touristische Höhepunkte der jeweiligen Kulturen. Sie beinhalten Kulturdenkmäler vergangener Epochen, aber auch zeitgenössische Ansichten. Die Reise ist voller Neugier. Unvoreingenommen dokumentiert sie das Gesehene. Die Örtlichkeiten kombiniert Steudle häufig mit floralen Einsprengseln. Pflanzen werden in die Komposition collagenhaft einmontiert. Sie beleben durch ihre Farben den Bildausdruck. Manchmal sorgen sie für mehr Bewegung durch ihre schräge Lage im Raum. Stacheln deuten Gefährdungen an, Pflanzen erhöhen die Spannung. Pflanzen sind der organische Gegenpart zur technischen Zivilisation. Sie überwuchern und überdauern das Zivilisatorische.
Hans-Joachim Hochradl: Seine Malerei ist nie im eigentlichen Sinn abstrakt. Der Begriff des Abstrakten liegt zwar nahe, insofern seine Bilder immer wieder Anklänge an Dingliches zulassen, jedoch sind die Bildwelten eben nicht aus einem bewusst vorgenommenen Prozess der Abstraktion heraus entstanden, der seinen Ausgangspunkt notwendig in der Gegenständlichkeit hat, vielmehr entstehen die Bildmotive ganz direkt aus dem Akt des Malens heraus. Diese prozesshafte Arbeitsweise beinhaltet immer wieder Momente des Innehaltens, des Prüfens und Billigens, die dann über das weitere Vorgehen entscheiden.
Gabriele Kaiser: Ton ist das Material, das Gabriele Kaiser begeistert. Holt man den Ton frisch aus der Tüte, lässt er sich verformen, drehen und strukturieren. Eine gewisse Zeit ist er beliebig veränderbar und man kann vieles entstehen lassen. Der krasse Gegensatz dazu ist die Härte und die über jahrhundertelange Haltbarkeit des gebrannten Tons. Sie verwendet verschieden stark schamottierte und unterschiedlich farbige Tonsorten. Engoben, Oxyde, Farbkörper und Glasuren machen die Arbeiten zusätzlich zur Struktur lebendig. Die Themen sind Begegnungen mit Menschen, Tieren, anderen Kulturen und Aufenthalte in der Natur.
Die Vernissage ist am Mittwoch, 28. Januar, 19.30 Uhr und die Ausstellung ist bis zum 15. März zu sehen. Alle Interessierten sind zur Vernissage und zum Besuch der Ausstellung herzlich eingeladen. Bei der Vernissage übernimmt Bürgermeister Steffen Weigel, Kunstvermittler Dr. Tobias Wall hält die Einführungsrede und der Saxophonist Jochen Feucht sorgt für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung.
Im Begleitprogramm der Ausstellung ist eine After-Work-Führung am Donnerstag, 26. Februar, 18 Uhr, auf die jetzt schon hingewiesen werden soll. An dem Termin sind die Künstler und die Künstlerin anwesend und führen durch die Ausstellung.
Die neuen Öffnungszeiten seit Herbst letzten Jahres sind: Donnerstag 15 bis 20 Uhr, Freitag, Samstag und an Feiertagen 15 bis 18 Uhr sowie Sonntag 11 bis 18 Uhr.