Am 24.03.2026 trafen sich die Mitglieder des Solar-Vereins Waghäusel zur Jahreshauptversammlung. Dem gesamten Vorstand wurde eine einwandfreie Vereinsführung bescheinigt und die Entlastung erteilt.
Der Vereinsvorsitzende Klaus Peter Urban machte deutlich, dass sich die Vereinsarbeit – im Gegensatz zur Gründungszeit vor über 25 Jahren, als Solaranlagen noch eine Besonderheit waren – neuen Aufgabenfeldern anpassen muss. Eine zentrale Herausforderung sind dabei sogenannte Ü20-Solaranlagen, die nach Ablauf der EEG-Förderung ihre feste Einspeisevergütung verlieren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Weiterbetrieb unwirtschaftlich ist. Auch ohne Förderung kann der erzeugte Strom sinnvoll genutzt werden, insbesondere durch Eigenverbrauch im Haushalt. Jede selbst genutzte Kilowattstunde senkt die Stromkosten und erhöht die Unabhängigkeit von Energieversorgern, gerade angesichts stark schwankender Preise fossiler Energieträger. Weitere Optionen sind Nachrüstung oder Repowering, also der Austausch älterer Module. Ü20-Anlagen können damit weiterhin wirtschaftlich und ökologisch sinnvoll betrieben werden.
Zunehmend wichtig werden zudem Energiemanagementsysteme in privaten Haushalten. Sie machen den Energieverbrauch transparent und steuern gezielt Batteriespeicher, Heizungsanlagen oder E-Autos an. Unter Einbeziehung von Wetterprognosen und flexiblen Stromtarifen wird der Energiefluss im und aus dem Gebäude optimiert. Ziel ist es, Kosten und Wohnkomfort in Einklang zu bringen, CO₂-Emissionen zu senken und einen nachhaltigen Umgang mit Energie zu fördern. Hierzu arbeitet der Solar-Verein derzeit an einem neuen Beratungsangebot. (PB)


