Am vergangenen Freitag fand die ordentliche Hauptversammlung des FTSV Bad Ditzenbach-Gosbach statt. Dabei konnten leider keine Nachfolger für das Vorstandsduo Günter Burkhardt und Armin Striebel gefunden werden.
Nach Begrüßung und Totengedenken gab Günter Burkhardt den Bericht des Vorstands ab. Er warf zunächst einen Blick auf die Mitgliederzahlen, die sich in den letzten 10 Jahren von 872 auf über 1220 erhöht hatte. Besonderen Wert legte er auf die Tatsache, dass Kinder und Jugendliche mit zusammen 644 über die Hälfte der Mitglieder ausmachen. Er betonte die wichtige integrative und soziale Funktion eines Vereins wie des FTSV, wo Menschen aller Nationen und sozialen Schichten ein Zuhause finden.
Danach stellte er den außerordentlich großen Aufwand im letzten Jahr in den Mittelpunkt, sowohl zeitmäßig als auch finanziell. Die Nachwirkungen des Hochwassers hatten den Vereinsrat ständig auf Trab gehalten. Die letzten Arbeiten (Austausch der Türen) hatten sogar erst 2026 stattgefunden. Das ganze Jahr 2025 war davon geprägt, wann denn welche Arbeiten endlich fertiggestellt wurden und was von der Versicherung übernommen wird. Die Gaststätte war mehrere Monate geschlossen und danach nur eingeschränkt nutzbar. Zu allem Überfluss kündigte auch noch der Wirt und es musste eine Nachfolgerin gesucht werden. Und dann stellte sich auch noch heraus, dass eine neue Heizung benötigt wird, deren Einbau demnächst fertiggestellt werden soll.
Die Arbeit hat sich aber gelohnt. Nachdem der Gastraum neu gefliest worden war, hatte der Vereinsrat beschlossen, Geld in die Hand zu nehmen und ein komplett neues Mobiliar anzuschaffen, außerdem wurde die Theke während der Ausbauzeit renoviert. Zum Glück fand sich auch eine Pächterin, die unser neues Schmuckkästchen entsprechend bewirtschaftet.
Natürlich fiel der Kassenbericht im zurückliegenden Jahr anders aus, als in den Vorjahren, in denen jeweils ein deutliches Plus zu verzeichnen gewesen war. Diesmal stand ein hoher fünfstelliger Betrag in Rot am Ende der Tabelle. Einmaligen Investitionen (Bestuhlung, Theke, Garagentore, Küche Tennis und Heizung) standen auch noch Einnahmeausfälle bei der Pacht gegenüber. Zudem stehen natürlich noch die zugesagten Zuschüsse von KfW und WLSB für die neue Heizung aus. Günter Burkhardt betonte aber, dass der Verein dennoch keinerlei Schulden habe und die Investitionen komplett aus den Rücklagen finanzieren kann.
Die Kassenprüferinnen Gaby Zischler und Angelika Heumüller bestätigten im Anschluss die korrekte Kassenführung durch die Geschäftsstellenleiterin Katrin Mutzbauer. Die Berichte der Abteilungen lagen schriftlich vor und wurden durch wenige mündliche Aussagen ergänzt.
Auf Vorschlag der Versammlung nahm Rudi Merkle die Entlastung vor. Die gesamte Vorstandschaft wurde einstimmig entlastet. Vor den Neuwahlen ergriff Günter Burkhardt das Wort und informierte die Versammlung darüber, dass er nach nun 20 Jahren als Vorstand nicht mehr zur Wahl stehe. Er bezeichnet das jetzt als einen guten Zeitpunkt, denn nach all den Problemen stehe der Verein nun sehr gut da und das Amt könne guten Gewissens in andere Hände übergeben werden. Das Clubhaus mit Gaststätte sei in einem Topzustand, alle Abteilungen leisteten vorbildliche Arbeit und auch die finanzielle Seite sei sehr erfreulich. Armin Striebel, der vor einigen Jahren als Co-Vorsitzender eingestiegen war, erklärte daraufhin, dass auch er das Amt nicht mehr weiterführen wolle. Anne Koslowski bedankte sich im Namen des Vereinsrats für die geleistete Arbeit und überreichte ein Geschenk an die beiden.
Nachdem aus der Versammlung kein neuer Kandidat gefunden wurde, wurden die bisherigen Vorstände einstimmig gewählt, das Amt bis zu einer außerordentlichen Hauptversammlung im Herbst kommissarisch zu führen.
Danach wurde Katrin Mutzbauer als Geschäftsstellenleiterin einstimmig in den Vereinsrat gewählt. Ebenso wurden die Abteilungsleiter, die in Abteilungsversammlungen gewählt worden waren, einstimmig bestätigt.
Es waren keine Anträge eingegangen und nachdem unter dem Punkt Verschiedenes noch einige Dinge diskutiert wurden, endete die harmonische Versammlung nach eineinhalb Stunden.