Passend zum Internationalen Tag der Pflegenden, am 12.05., fand im „mittendrin“ zum zweiten Mal der Stammtisch für Angehörige von Parkinson-Erkrankten statt. ASS-Mitglied Fidi Näher-Rensland hat neben einem Stammtisch für Betroffene, der immer am ersten Dienstag im Monat stattfindet, auch den zweiten Stammtisch ins Leben gerufen. Für die Angehörigen, die oftmals einen großen Teil der Pflege leisten, ist dies ein Angebot, um Erfahrungen auszutauschen, den einen oder anderen Ratschlag zu erhalten oder einfach einmal mit Menschen zu sprechen, die vor ähnlichen Problemen stehen. Das Treffen findet einmal im Monat am zweiten Dienstag um 10.30 Uhr im „mittendrin“ statt. Für die Initiatorin Fidi ist die ganzheitliche Sicht auf die Situation wichtig: „Familien verändern sich nach einer Parkinson-Diagnose. Es steht zwar der oder die Erkrankte im Vordergrund, jedoch gibt es im Umfeld wichtige Personen, die ebenso Hilfe benötigen.“
Heute sind zwei Ehefrauen von Erkrankten gekommen, Fidi kann selbst aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Dennoch begeben wir uns in das reservierte Zimmer im ersten Obergeschoss und sind gleich ins Gespräch vertieft. Die beiden Angehörigen haben ihre Ehemänner mitgebracht und wissen sie gut versorgt und unter Aufsicht im Café im Erdgeschoss. Beide sind Schriesheimerinnen und haben von diesem recht neuen Angebot aus dem Mitteilungsblatt erfahren, in dem das „mittendrin“ die Termine ankündigt. Und gleich zeigt sich auch, welchen Nutzen ein solches Treffen bringen kann. Denn wir sprechen über das Thema Vollmachten und vor allem darüber, was passiert, wenn der oder die Angehörige nicht mehr entscheidungs- und handlungsfähig ist. In der Regel kann der erkrankte Partner nicht mehr einspringen, sondern es muss eine dritte Person gefunden werden. Gibt es eine Vertrauensperson, ist alles geregelt und rechtssicher festgelegt? Oft denken Angehörige zu spät an sich selbst und vergessen, sich abzusichern. Unsere Diskussion zeigt, dass bei einer der Teilnehmerinnen zügig gehandelt werden sollte. Sie greift die Hinweise und Tipps interessiert auf. Bestimmt wird sie beim nächsten Treffen am 09.06. über ihre Erfahrungen berichten können. Denn genau darum geht es: zu hören, wie andere den Umgang mit Erkrankten meistern, Wissen und Erfahrungen zu teilen, neue Impulse zu bekommen und Fragen adressieren zu können.
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Der ASS ist jeden Mittwoch von 10 bis 12 Uhr persönlich im Büro in der Heidelberger Straße 15 (im Stadtarchiv) zu erreichen sowie jederzeit über www.ass-schriesheim.de/kontakt.
Karin Elbl-Weiser


