
Sanierungen, Neubauten, Digitalisierung: Rund 250 Millionen Euro Gesamtinvestitionen stehen in Malsch in den nächsten Jahren für diverse Projekte an. Das teilte Bürgermeister Markus Bechler beim Neujahrsempfang der Gemeinde Malsch am Freitag, 9. Januar, mit.
Der Bürgermeister rechnet weiterhin mit „großen baulichen Investitionen“, wie er in seiner Rede im Bürgerhaus Malsch sagt. Die schon im Doppelhaushalt 2025/2026 geplanten Kosten betragen insgesamt rund 65 Millionen Euro. Die energetische Sanierung des Rathauses sei „aufgrund der Dringlichkeit der anderen Themen“ vertagt worden.
Der Bürgermeister hofft, „in den Genuss einer Förderung“ zu kommen. Konkret ist damit die sogenannte „Sportmilliarde“ vom Bund gemeint, mit der die Bühnsporthalle und das Lehrschwimmbecken finanziert werden sollen.
Auch für das Feuerwehrgerätehaus in Sulzbach und den Schulhof der Hans-Thoma-Schule liegen schon konkrete Pläne vor. Hierfür kommen der Gemeinde ebenfalls Gelder aus dem mehreren hundert Milliarden schweren Sondervermögen der Bundesrepublik zugute.
Der Schulhof habe sich schon seit seiner Jugend nicht mehr verändert, erklärt Bechler. Die geplanten Kosten sind zwar gestiegen, über eine „straff zu führende Projektleitung“ solle das Projekt aber im bestmöglichen Zeit- und Kostenrahmen bleiben.
Die Infrastruktur soll ebenfalls gründlich aufgewertet werden. Für die Sanierung maroder Straßen sind in den nächsten Jahren rund 25 Millionen Euro angedacht.
Auch die Wasserversorgung in Sulzbach sowie die Weiterführung des Hochwasserschutzes bleiben wichtig. Bezüglich Letzteren konnte man dem Bürgermeister auf der Veranstaltung Zufriedenheit ansehen, denn seit Mitte Dezember würden alle notwendigen Dokumente vorliegen, um mit drei weiteren Maßnahmen zu starten.
Digitale Wasserzähler sollen modernisiert werden. Die neuen seien zwar teurer als die herkömmlichen Wasserzähler, würden aber doppelt so lange halten, wie der Bürgermeister versichert. Die Kosten für den Glasfaserausbau, der weiter voranschreitet, werde außerdem vollumfänglich von der Deutschen Telekom getragen und somit ohne Kostenbeteiligung der Gemeinde.
Als Diplom-Informatiker freut es den Bürgermeister zudem, dass die Digitalisierung in der Gemeinde vorangeschritten ist. Die Gemeinde ist jetzt auf fast allen Social-Media-Plattformen, auch künstliche Intelligenz wurde erfolgreich in der Verwaltung integriert.
Die Gemeinde hat letzten November begonnen, Gemeinderats- und Ausschusssitzungen mit KI zu protokollieren. Inwieweit diese dann im Bürgerinformationssystem eingestellt werden können, wird dieses Jahr entschieden. „Damit wäre online die volle Transparenz gegeben und das ist und bleibt mir weiterhin wichtig“, sagt Bechler.
Für etwaige Fehler in der Umsetzung all dieser Themen entschuldigt sich der Bürgermeister. „Wir tun auch weiterhin unser Bestes, sodass wir diese dann umgehend beheben und künftig durch Prozessanpassungen vermeiden können“, verspricht er.
