Immer mehr Menschen mit Diabetes entwickeln chronische Wunden, häufig an den Füßen. Am besten kommt es erst gar nicht so weit, dass ein Diabetisches Fußsyndrom entsteht. Wenn das jedoch der Fall ist, dann gilt: Nein, Zeit heilt nicht alle Wunden! Dann ist der Arzt gefordert. Dr. Michael Bösch, ärztlicher Leiter des Diabeteszentrums am Klinikum Landkreis Tuttlingen (KLT) und Geschäftsführender Oberarzt der Gastroenterologie, erklärt am Mittwoch, 20. Mai 2026, um 19 Uhr im Konferenzraum des Klinikums, worauf es bei der Wundversorgung bei Diabetikern ankommt. Der Vortrag läuft in der Reihe „Ärzte im Dialog“ und ist wie immer kostenfrei.
Das Diabetische Fußsyndrom ist eine ernsthafte Komplikation von Diabetes mellitus, gekennzeichnet durch chronische Wunden, Infektionen oder Gewebezerstörung am Fuß. Es entsteht meist durch Nervenschäden und Durchblutungsstörungen, wodurch der Patient Verletzungen oft nicht spürt. Tägliche Inspektion, Fußpflege und fachärztliche Behandlung sind entscheidend. Das gilt für eine hohe Anzahl Betroffener: Rund eine Million Menschen in Deutschland sind am diabetischen Fuß erkrankt. Dies bedeutet, dass circa 25 Prozent der Diabetiker hiervon betroffen sind. Wenn eine Behandlung zu spät kommt, können Amputationen im Fuß- und Unterschenkelbereich notwendig sein.
Dr. Bösch erläutert in seinem Vortrag die Grundlagen und Symptome der Erkrankung und stellt bewährte und neue Methoden zur Wundbehandlung aus seiner Fußambulanz vor. Darüber hinaus erhalten die Zuhörer Tipps zur richtigen Pflege und Vorsorge, damit Wunden erst gar nicht auftreten.
Interessierte sollten sich über die Website des Klinikums www.klinikum-tut.de anmelden, oder aber über die E-Mail-Adresse oeffentlichkeitsarbeit@klinikum-tut.de oder die Telefonnummer 07461 97-77015.


