Seit Jahren unterstützt der „Runde Tisch Flüchtlingsarbeit Aichtal“ ehrenamtlich aus ihrer Heimat vertriebene oder geflüchtete Zuwanderer. Wir möchten dem Narrativ, dass die Zuwanderer Menschen sind, die sich bei uns in der sozialen Hängematte ausruhen, mit diesen Erfolgsgeschichten etwas entgegensetzen.
Seit Anfang 2022 kümmern wir uns auch um einige junge Männer aus Gaza / Palästina, aus Syrien und dem Libanon, über die wir hier berichten dürfen. Mittlerweile stehen die meisten von ihnen auf eigenen Füßen. Sie haben viele Herausforderungen gemeistert, bis sie so weit gekommen sind: Eine große Hürde bei der Arbeitssuche sind die anfangs fehlenden Deutschkenntnisse. Auch die rechtlichen Bestimmungen sind häufig ein großes Hindernis, denn Geflüchtete mit Duldung oder ungeklärtem Aufenthaltsstatus müssen für jede Arbeitsstelle bei der Ausländerbehörde eine Erlaubnis beantragen. Leider dauert es oft sehr lang für die Erteilung der Arbeitserlaubnis, denn hier muss auch noch das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Agentur für Arbeit grünes Licht geben, so dass der jeweilige Job bis dahin oft weg ist. Die dritte große Hürde für ein unabhängiges Leben und eine gelungene Integration ist die Wohnungssuche.
Trotz aller Widrigkeiten kann die Integration gelingen, wie uns solche Erfolgsgeschichten zeigen.
Das ist Ahmed Hamo, der Zielstrebige
Ahmed, der mit seinem Bruder Shiar nach Aichtal umverteilt wurde, ist syrischer Kurde. Eine Familie in Neuenhaus kümmert sich sehr liebevoll um die beiden jungen Männer, die durch den Krieg in Syrien im Alter von 14 und 15 von ihren Eltern getrennt wurden und sich allein durchschlagen mussten. Ahmed hat zunächst erfolgreich Integrationskurse bis B1 abgeschlossen, dann ein Praktikum im Pflegeheim absolviert und schließlich mit Hilfe der Neuenhauser Familie nach Arbeit und Wohnung bei einem Malerbetrieb gefunden. Beide Seiten sind sehr froh, einander gefunden zu haben, und Ahmed ist in dem kleinen Familienbetrieb wunderbar integriert. Ahmed, der mit seinem Bruder Shiar nach Aichtal umverteilt wurde, ist syrischer Kurde. Eine Familie in Neuenhaus kümmert sich sehr liebevoll um die beiden jungen Männer, die durch den Krieg in Syrien im Alter von 14 und 15 von ihren Eltern getrennt wurden und sich allein durchschlagen mussten. Ahmed hat zunächst erfolgreich Integrationskurse bis B1 abgeschlossen, dann ein Praktikum im Pflegeheim absolviert und schließlich mit Hilfe der Neuenhauser Familie nach Arbeit und Wohnung bei einem Malerbetrieb gefunden. Beide Seiten sind sehr froh, einander gefunden zu haben, und Ahmed ist in dem kleinen Familienbetrieb wunderbar integriert.
Das ist Shiar Hamo, der Bruder von Ahmad Hamo
Shiar möchte noch die B1-Abschlussprüfung absolvieren; er arbeitet in einem Biergarten in Filderstadt in der Küche, hat nun die Möglichkeit, bei einem Schreiner in Unterensingen als Helfer anzufangen, und hofft, dass die Tätigkeit in ein Ausbildungsangebot mündet.
Das ist Khaled Kordy, der Gebildete
Khaled hat eine sehr gute Vorbildung: Er hat ein libanesisches Abitur, denn er ist palästinensischer Flüchtling in dritter Generation im Libanon. In Nürtingen hat er Integrationskurse absolviert und arabische Süßwaren verkauft, später bei einer deutschen Bäckereikette gearbeitet. Aber da er das Zeug zu mehr hat, konnte er sich einen Ausbildungsplatz bei einem der Fliesenlegerbetriebe im Aichtal sichern und geht nun seinen Weg. Das 1. Halbjahr der Gewerblichen Berufsfachschule hat er mit einem Notendurchschnitt von 2 abgeschlossen und ist einer der besten in seiner Klasse!


