
Ein Konzertabend, der seinem Titel alle Ehre machte: Mit dem Motto „Nicht von dieser Welt“ entführte die Musikvereinigung Oberhausen am Samstag, den 28. März 2026, ihr Publikum in faszinierende Klangwelten – und durfte dabei über 500 Besucherinnen und Besucher in der restlos ausverkauften Schulsporthalle begrüßen.
Bereits beim Betreten des Saals wurde deutlich, dass dieser Abend ein besonderer werden würde. Die eindrucksvoll gestaltete Bühne, deren Schriftzug und Dekoration in Zusammenarbeit mit der Badischen Landesbühne Bruchsal entstanden, schuf eine atmosphärische Kulisse, die perfekt auf das musikalische Programm einstimmte. Rund 70 Musikerinnen und Musiker aus Haupt- und Jugendorchester sorgten gemeinsam für ein beeindruckendes Klangerlebnis.
Unter der Leitung von Sabine Knebel eröffnete das Hauptorchester den Abend mit „Skyliner – Symphonic March“ von Otto M. Schwarz und setzte damit direkt ein kraftvolles musikalisches Ausrufezeichen. Es folgten mit „Fate of the Gods“ von Steven Reineke sowie „Jupiter – The Bringer of Jollity“ aus Gustav Holsts „The Planets“ Werke voller Dynamik, Strahlkraft und musikalischer Tiefe. Spätestens bei „The Star Wars Epic: Part II“ von John Williams wurde das Publikum endgültig in andere Galaxien entführt.
Vor der Pause wurde es feierlich: Peter Brand, Bezirksvorsitzender des Bezirks Hardt, ehrte verdiente Mitglieder für ihr langjähriges Engagement. Für 10 Jahre aktive Tätigkeit wurden Valentin Knabe, Hannah Hasselbach und Hanna Machauer ausgezeichnet. Sabrina Mayer wurde für 20 Jahre geehrt, Brigitte Albert für 30 Jahre und Anja Lyachenko für beeindruckende 40 Jahre aktives Musizieren – ein starkes Zeichen für die Kontinuität und den Zusammenhalt innerhalb des Vereins.
Nach der Pause gehörte die Bühne dem Nachwuchs: Das Jugendorchester unter der Leitung von Sabrina Mayer präsentierte mit „Space Probe“ von James L. Hosay und „Guardians of the Galaxy“ (arr. Michael Brown) zwei Werke, die eindrucksvoll zeigten, mit wie viel Engagement, Talent und musikalischem Feingefühl die jungen Musikerinnen und Musiker bei der Sache sind. Mit sichtbarer Spielfreude, großer Konzentration und bereits bemerkenswerter Klangqualität bewies der Nachwuchs, dass die Zukunft der Musikvereinigung mehr als gesichert ist. Den umjubelten Abschluss ihres Auftritts setzte das Jugendorchester mit der Zugabe „Major Tom“ – ein perfekt zum Konzertmotto passender Titel, der das Publikum nochmals mitriss, zum Mitsingen einlud und mit begeistertem Applaus honoriert wurde.
Im Anschluss setzte das Hauptorchester die musikalische Reise fort. Mit „Earhart: Sounds of Courage“ von Robert W. Smith gelang ein eindrucksvoller Wiedereinstieg, bei dem Tamara Scheurer mit einem feinfühligen Flötensolo bereits zu Beginn des Stücks einen besonderen Akzent setzte. Es folgte mit „Apollo 13“ (James Horner, arr. Michal Worek) eine atmosphärisch dichte und emotional bewegende Klanggeschichte. Ein weiterer Höhepunkt des Abends war „Coldplay in Symphony“ (arr. Bert Appermont), bei dem Johannes Machauer am Euphonium sowie Paula Hasselbach am Altsaxophon mit ausdrucksstarken Soloparts überzeugten und für echte Gänsehautmomente sorgten.
Charmant, locker und mit viel Witz führten Heike Bogin und Lina Hasselbach durch das Programm und trugen mit ihrer Moderation maßgeblich zur besonderen Atmosphäre des Abends bei.
Der krönende Abschluss eines rundum gelungenen Konzertabends waren stehende Ovationen des Publikums, das seine Begeisterung mit langanhaltendem Applaus zum Ausdruck brachte.
Ein herzlicher Dank gilt allen Helferinnen und Helfern vor und hinter den Kulissen, der Freiwilligen Feuerwehr Oberhausen für die zuverlässige Brandwache sowie Bürgermeister Manuel Scholl und der gesamten Gemeindeverwaltung für die Unterstützung.
Die Musikvereinigung Oberhausen bedankt sich bei ihrem treuen Publikum und wünscht Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest.