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Nistkästen bezugsfertig machen

Julia Bresching berichtete im Mannheimer Morgen über das kleine Einmaleins für Vogelhäuser. „Wer Vögeln im Frühjahr die Wohnungssuche erleichtern...
Ein Star sitzt mit Futter im Schnabel vor dem Einflugloch eines Nistkastens
Foto: Helmut Jung

Julia Bresching berichtete im Mannheimer Morgen über das kleine Einmaleins für Vogelhäuser. „Wer Vögeln im Frühjahr die Wohnungssuche erleichtern will, kann Nisthilfen aufhängen. Jede Vogelart hat unterschiedliche Bedürfnisse“, schreibt sie. Beziehen eigentlich alle Vögel Nistkästen? Nein! Es gibt Arten, die offene napfförmige Nester in Hecken, Bäumen oder in Nischen bauen. Dazu gehören zum Beispiel Grasmücken, Amseln, Haussperlinge und der Hausrotschwanz. Höhlenbrüter nutzen, wie der Name sagt, Hohlräume in Bäumen. Diese werden entweder von Spechten angelegt oder sie entstehen durch Ausfaulen im Totholz. Da diese Bäume immer seltener werden, werden gerne Nistkästen (Hohlräume aus zweiter Hand) angenommen. Meisen, Kleiber, Stare, Feldsperling und Gartenrotschwanz gehören zu dieser Gruppe. Allerdings sollte auf die Größe der Grundfläche und den Durchmesser des Einflugloches geachtet werden. Eine Grundfläche von 12 cm x 12 cm ist für Meisen ausreichend, das Einflugloch sollte zwischen 28 mm bis 32 mm liegen. Der größere Star benötigt einen Einflug von 44 mm und eine Grundfläche von etwa 20 cm mal 20 cm. Das Holz sollte sägerau sein, damit die Jungvögel sich festkrallen und aus dem Nest nach oben klettern können. Das Einflugloch sollte nach Osten (Sonnenaufgang) und nicht nach Westen (Regenseite) zeigen. Katzen, Marder und Co sollten möglichst keine Chancen zum Räubern haben. Je mehr Vegetation und natürliches Grün vorhanden, desto größer sind die Chancen auf einen Bezug der Nistkästen. Starenkästen werden besonders gerne bezogen. Es können auch mehrere in unmittelbarer Nähe hängen, da Stare oft in lockeren Kolonien brüten. Besonders spektakulär ist deren Balzverhalten. Dabei sitzen sie flatternd und flügelverdrehend in der Nähe „ihrer Wohnung.“ Als Stimmenimitatoren reicht ihr Gesangsrepertoire von krähendem Hahn über Motorsäge bis zu Handyton. Einfach probieren und wenn keine Piepmätze einziehen, freut sich mit Sicherheit ein Siebenschläfer über eine kuschelige Höhle für seinen mehrmonatigen Dauerschlaf.

Jürgen Schnepf

Homepage: www.vogelschutz-ilvesheim.de

Eine Blaumeise sitzt am Einflugloch eines Nistkastens
Foto: Helmut Jung
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