Es wurde eine vergnügliche Matinee, mit Liedern und Texten von Heinz Erhardt. Dieter Dietrich erinnerte mit großer Sympathie an den 1979 verstorbenen Künstler, denn Erhardts brillanten Texte, seine satirischen Gedichte und Aphorismen fanden vor ausverkauften Park größte Anerkennung und Aufmerksamkeit.
Unter dem Motto „Noch’n Gedicht – Dieter liest Heinz“ freute sich die Leiterin des Ideellen Bereichs der Heinrich-Vetter-Stiftung, Antje Geiter, wie immer im Namen des Vorstandsvorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Peter Frankenberg, zu diesem kurzweiligen Programm, das mit Förderung des Kulturnetzwerkes Mannheim zustande kam, begrüßen zu dürfen. Was folgte, war eine gespielte Lesung, die mit Liedern von Erhardt bestückt waren. Das machte große Freude, denn Eckhard Stadler war am Piano nicht nur Begleiter, er gab auch Stichworte und nahm bisweilen „Erhardt“ auf die Schippe. Das ficht Dieter Dietrich überhaupt nicht an, er glänzte in der Rolle des beliebten Komikers, Schauspielers und Musikers, ohne ihn anbiedernd imitieren zu wollen. Und es wurde erkennbar, dass hinter jeder komischen Anekdote sich kluge Beobachtungen über das Leben verbargen. So prägte Erhardt die deutsche Komikerszene wie kaum ein anderer. Seine Aphorismen waren einzigartig und zeigten eine bemerkenswerte sprachliche Kreativität. Er verstand es, Alltagssituationen mit Humor und Tiefgang zu kommentieren.
So war es für Dietrich und für die Zuhörer eine Freude durch das beachtliche Repertoire des begnadeten Wortspielers mit seinen typischen Verkomplizierungen einfacher Vorgänge, sowie die ebenso beliebten Satzberichtigungen, die teilweise als geflügelte Worte in den Sprachgebrauch eingegangen sind, zu lustwandeln. Gedichte und Geschichten, Dietrich und Stadler führten gekonnt und nahbar in eine vergangene Zeit und weckten humoristisch und versiert bei jedem Gast ganz persönliche Erinnerungen. Und wie hatte Erhardt selbst festgestellt: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Und für diese „Arbeit“ gab es von den Besuchern anhaltenden Beifall. Tk.