Die Ausbildung neuer Atemschutzgeräteträger (AGT) in unserem Ortsverband erstreckte sich über mehrere Wochen und verband fundierte Theorie mit intensiver praktischer Vorbereitung. Ziel war es, die Einsatzkräfte nicht nur technisch, sondern auch mental auf die besonderen Anforderungen unter Atemschutz vorzubereiten.
Den Einstieg bildeten Gewöhnungsübungen auf dem Gelände des THW. Ausgestattet mit Vollmaske – zunächst noch ohne angeschlossenen Sauerstoff – absolvierten die Teilnehmenden erste Belastungsläufe. Dabei mussten sie unter anderem über die Ladefläche eines LKW klettern und sich anschließend unter einem Gerätekraftwagen (GKW) hindurchbewegen. Diese Übungen dienten dazu, sich an das eingeschränkte Sichtfeld und das ungewohnte Tragegefühl der Maske zu gewöhnen. In einem zweiten Durchgang erfolgte die gleiche Strecke dann mit angeschlossener Atemluft, wodurch sich die Bedingungen deutlich realitätsnäher gestalteten.
Am darauffolgenden Ausbildungswochenende stand die Atemschutzbelastungsübung im Mittelpunkt. Unter simulierten Null-Sicht-Bedingungen – erreicht durch das Abkleben der Atemschutzmasken mit Folie – mussten die angehenden AGT verschiedene Einsatzszenarien bewältigen. Dazu gehörten insbesondere die Personensuche sowie die systematische Erkundung von Räumen. Neben der körperlichen Belastung lag der Fokus hierbei vor allem auf Orientierung, Teamarbeit und ruhigem, strukturiertem Vorgehen in Stresssituationen.
Den Abschluss der Ausbildung bildete ein Streckendurchgang bei der Werksfeuerwehr des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). In der dortigen Atemschutzübungsstrecke konnten die Teilnehmenden unter realitätsnahen Bedingungen ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen. Enge Passagen, Hindernisse und körperlich anspruchsvolle Stationen verlangten den angehenden Atemschutzgeräteträgern noch einmal alles ab.
Mit dem erfolgreichen Abschluss dieser Ausbildungsreihe verfügen die neuen Einsatzkräfte nun über eine solide Grundlage für den Einsatz unter Atemschutz. Neben der technischen Handhabung der Ausrüstung wurde insbesondere das sichere und besonnene Arbeiten unter erschwerten Bedingungen trainiert – eine unverzichtbare Voraussetzung für den Einsatzdienst im THW.