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Aus dem Geschäftsleben

Oberbürgermeisterin und kommunale Wirtschaftsförderung besucht BD Bruchsal

Die Firma Gamer Lasertechnik GmbH in Bruchsal und die Angiomed GmbH & Co Medizintechnik KG in Karlsruhe sind Niederlassungen von Becton Dickinson und Company,...
von links nach rechts: Heiko Sauther, Werkleiter, Tobias Kienzle Manager Operations, Oberbürgermeisterin Petzold-Schick, Alex Berger, Birgit Welge Wirtschaftsförderin Stadt BruchsalFoto: Wirtschaftsförderung

Die Firma Gamer Lasertechnik GmbH in Bruchsal und die Angiomed GmbH & Co Medizintechnik KG in Karlsruhe sind Niederlassungen von Becton Dickinson und Company, eines der größten Medizintechnologie-Unternehmen der Welt mit insgesamt mehr als 70.000 Mitarbeitern.

Die Standorte in Bruchsal und Karlsruhe mit insgesamt fast 700 Mitarbeitern sind seit Beginn der 90er Jahre hochspezialisierte Innovationszentren und Produktionsstandorte für Gefäßendoprothesen aus einer Nickel-Titan-Legierung (Nitinol). Die sogenannten „Stents made in Bruchsal“ werden von Interventionellen Radiologen oder Angiologen mittels einer minimal invasiven Methode unter Röntgendurchleuchtung über einen dünnen Katheter in die Arterien und Venen im Bein eingeführt und an der erkrankten Stelle im Blutgefäß freigesetzt. Das Basismaterial der Stents, Nitinol, reagiert auf die Körpertemperatur und der gitterförmige Stent entfaltet eine hohe Aufstellkraft, sobald er sich in der Blutbahn befindet.

Diese interventionelle Methode der Behandlung von Verschlusskrankheiten der Arterien und Venen in den Beinen hat im Laufe der letzten drei Jahrzehnte die invasive offene Gefäßchirurgie nahezu vollständig abgelöst.

Ein kleiner Ausflug in die fast 40-jährige Geschichte des Unternehmens lohnt sich. Walter Gamer aus Stutensee-Staffort, der das Unternehmen 1987 als Ein-Mann-Betrieb mit einer Lasermaschine im Nebengebäude seines Elternhauses gegründet hat, ist ein Pionier auf dem Gebiet des CNC-Laserschneidens, der Laserschweißung und der Fräsung. Zu Beginn der 90er Jahre entwickelte er gemeinsam mit Ingenieuren der Medizintechnikfirma Angiomed den weltweit ersten lasergeschnittenen Nitinolstent, ein Meilenstein in der Medizintechnikgeschichte.

Heute arbeiten in Bruchsal 220 hochspezialisierte Mitarbeiter, um Gefäßstents für den Export in über 160 Länder der Welt unter Einhaltung strengster Qualitätsstandards herzustellen und damit die Lebensqualität von Millionen Patienten zu verbessern.

Zum Abschluss des Besuches gab es einen Rundgang durch die Produktion, bei dem die Oberbürgermeisterin und die Wirtschaftsförderin das moderne Portfolio und die besondere Innovation der Medizintechnik am Standort Bruchsal kennenlernen konnten.

Mit diesem Unternehmen stärkt Bruchsal seine Position als attraktiver Wirtschaftsstandort.

Erscheinung
Amtsblatt Bruchsal
NUSSBAUM+
Ausgabe 31/2025
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