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Oberliga-Runde 7 – Chance im Abstiegskampf verpasst

Am 1. März spielte der SC Ketsch in Ladenburg die siebte Runde seiner erstmaligen Oberligasaison. Nachdem wir die letzten Runden – teils unglücklich,...

Am 1. März spielte der SC Ketsch in Ladenburg die siebte Runde seiner erstmaligen Oberligasaison. Nachdem wir die letzten Runden – teils unglücklich, teils verdient – verloren hatten, wollten wir gegen den Tabellenletzten Ladenburg unbedingt wieder punkten. Denn mit einem Sieg in diesem Kellerduell wären wir dem angestrebten Klassenerhalt bereits sehr nahe.

Wir gerieten allerdings früh in Rückstand, als Florian seine Partie gegen den internationalen Meister Vadim Cernov aufgeben musste. Auch Simon Hinkel war mit seinem Eröffnungsergebnis nicht zufrieden und geriet im Sizilianer in einen schnellen Angriff von Weiß. Die Stellung blieb aber äußerst kompliziert, und es war lange nicht klar, ob in dieser Stellung Angreifer oder Verteidiger die besseren Chancen besaßen. Letztlich gelang es jedoch dem Gegner, entscheidend durchzubrechen, sodass Simon die Waffen strecken musste. Neben diesem frühen 0:2-Rückstand gab es zwei recht ereignislose Remispartien von Yasin Öztürk und Martin Schrepp.

Für den zwischenzeitlichen Ausgleich sorgten dann die beiden Julius. In einer königsindischen Struktur kontrollierte Julius Elk das Spiel gut und hielt Schwarz in einer passiven Stellung mit wenig Raum und aktiven Möglichkeiten. Schließlich gewann er einen Bauern und verwertete diesen Vorteil in einem technisch gewonnenen Endspiel. Sehr ähnlich dazu übernahm Julius Malsam nach einer unkonventionellen Eröffnung die Kontrolle, gewann einen Bauern und drückte im Endspiel geduldig auf den Sieg.

Beim Stand von 3:3 kippte der Mannschaftskampf jedoch endgültig zugunsten Ladenburg. Philipp Wadlinger geriet in einem Endspiel nach einigen unglücklichen Abtäuschen in Schwierigkeiten, was souverän von seinem Gegner ausgenutzt wurde. Auch Marcel hatte zunächst ein angenehmes Endspiel erreicht, doch ein missglückter Versuch, einen gegnerischen Turm am Rand einzusperren, führte dazu, dass seine Bauernstruktur nachhaltig geschwächt war. Sein Gegner sammelte diese Bauern dann einen nach dem anderen ein, wodurch auch diese Partie verloren ging.

So verlieren wir leider diesen wichtigen Kampf mit 3:5. Das bringt uns dem Abstieg zwar schon nahe, eine letzte Chance haben wir aber noch. Denn die nächste Runde geht gegen die punktgleichen Karlsruher Schachfreunde. Mit einem Sieg sind unsere Chancen auf den Klassenerhalt wieder sehr gut, mit einer Niederlage sind diese praktisch nicht mehr existent. Es bleibt also weiter spannend. Die Entscheidung fällt am 12.04. im Ferdinand-Schmid-Haus, wo um 11 Uhr die achte Runde startet.

Erscheinung
Ketscher Nachrichten
Ausgabe 11/2026
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