Damen / Oberliga
TSG – SSV Ulm 3:2 (19:25, 20:25, 25:18, 25:22, 15:13)
In der Oberliga zeichnet sich ein spannender Kampf um die Meisterschaft und den Klassenerhalt ab. Gab es in der Hinrunde ganz überwiegend Favoritensiege, hagelt es in der Rückrunde eine Überraschung nach der anderen. Für einen weiteren Paukenschlag sorgte die TSG beim Heimspieltag gegen Tabellenführer SSV Ulm. Wie so oft verlief der Beginn der Partie sehr ausgeglichen. Während Ulm über eine ausgezeichnete Technik verfügt, zeigte das Heimteam eine erneut starke kämpferische Einstellung. Zum Ende des ersten Satzes konnte sich der SSV entscheidend absetzen und diesen mit 25:19 für sich verbuchen. Auch in der Folgezeit blieb die TSG lange ebenbürtig, ließ aber wiederum eine kleine Serie der Gäste zu, die zum 20:25 für Ulm führte. Zur Freude der Zuschauer ließen sich die Filstälerinnen aber keineswegs entmutigen, sondern legten noch einmal eine Schippe drauf. Libera Stefanie Grün bot eine überragende Leistung in der Annahme und vor allem der Feldabwehr. Gemeinsam mit Carina Illi sorgte sie dafür, dass Zuspielerin Dragana Petrovic variabel und schnell ihre Angreiferinnen einsetzen konnte. Youngster Leonie Geck konnte ebenso zahlreiche Punkte beisteuern wie Diagonalangreiferin Antonia Schmid. Mit 25:18 gewann die TSG Satze drei überraschend deutlich. Das Team um Kapitänin Valeria Borgia legte sofort nach und bot dem Favoriten weiter Paroli. Mittelblockerin Marinela Mrkonjic konnte neben dem Block nun auch vermehrt im Angriff Akzente setzen. Als Ulm eine Serie mit 6 Punkten in Folge hinlegte, sah es kurzzeitig nach einem Sieg für die Gäste aus. Das Heimteam konterte jedoch mit einer leidenschaftlichen Abwehrleistung und kämpfte sich Punkt für Punkt bis zum 14:14-Ausgleich wieder heran. Immer wieder war es nun Sina Maunz, die mit spektakulären Schnellangriffen glänzte. Sie war wesentlich dafür verantwortlich, dass die TSG mit 25:22 den Entscheidungssatz erzwingen konnte. Eine kurze Schwächephase der Eislingerinnen nutzte Ulm zur 7:5-Führung im Tiebreak. Die folgende Einwechslung von Valeria Borgia erwies sich als Glücksgriff. Die Kapitänin steuerte ganz wichtige Punkte bei, wodurch sich die Gastgeberinnen mit 13:10 absetzen konnten. Beim Stand von 14:11 schien die Entscheidung zugunsten der TSG gefallen zu sein. Der Tabellenführer verkürzte aber mit starken Aktionen zum 13:14. Sina Maunz blieb es vorbehalten, ihre beste Saisonleistung mit dem verwandelten Matchball zu krönen. Wie eng die Partie war, zeigt auch die Verteilung der Ballpunkte. Auf dem Spielberichtsbogen hatte hier die TSG mit 104:103 hauchdünn die Nase vorn.
Für die TSG spielten: Valeria Borgia, Leonie Geck, Stefanie Grün, Carina Illi, Sarah Lubberhuizen, Sina Maunz, Marinela Mrkonjic, Dragana Petrovic, Antonia Schmid und Jessica Walter