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Obst- und Gartenbauverein Königsbach

Um Natur, Landwirtschaft und Heimat dreht sich alles bei einer Tour, die der Königsbacher Obst- und Gartenbauverein zum ersten Mal angeboten hat. Künftig...
Auf dem Wagen sorgen Sabine Büttner, Wolfgang Ruthardt, Nicoletta Morariu und Martin Ehrismann (von links) für eine informative Rundfahrt durch Feld und Flur. (rol)

Um Natur, Landwirtschaft und Heimat dreht sich alles bei einer Tour, die der Königsbacher Obst- und Gartenbauverein zum ersten Mal angeboten hat. Künftig soll es das neue Format öfter geben.

Neben einer großen Streuobstwiese bleibt der große Traktor am Wegesrand stehen. Es ist der erste Stopp für die rund 25 Teilnehmer, die im geräumigen Anhänger auf Bänken an langen Tischen Platz genommen haben. Große, offene Fenster erlauben den Blick in eine Landschaft, in der schon fast alles vollständig grün ist. An einem der höchsten Punkte Königsbachs, im Gewann „Merzen“, erfahren die Teilnehmer mehr über die Pflege der Streuobstbäume, die neben ihnen auf einer Wiese stehen. Sie gehören dem Königsbacher Obst- und Gartenbauverein, der auch die Tour organisiert hat. Mit dem Traktor geht es über Feld und Flur zu vier Stationen, die alle einen Bezug zur Natur, zur Landwirtschaft und zur Heimat haben. „Wir wollten mal etwas Neues ausprobieren“, sagt Wolfgang Ruthardt, der sich den Vorsitz mit Nicoletta Morariu teilt und von einem großen Interesse berichtet: Schon zwei Wochen vorher waren alle Plätze ausgebucht, nach nur zwei Ankündigungen im Amtsblatt und ein bisschen Werbung bei WhatsApp.

Auf die Idee zu dem neuen Format kam der neue Vorstand des Vereins, der damit künftig seine Rolle in der Vermittlung von Wissen über Natur und Landwirtschaft weiter stärken will. Ruthardt ist überzeugt: „Als Verein muss man sich weiterentwickeln.“ Der Vorsitzende leitet die Tour mit Martin Ehrismann, der nicht nur Beiratsmitglied, sondern auch Landwirt ist und daher sowohl über das notwendige Fachwissen als auch über das geeignete Equipment verfügt. Durch die Fahrt in seinem überdachten Traktor-Anhänger ist man nicht nur unabhängig vom Wetter, sondern auch dazu in der Lage, größere Mengen an Verpflegung zu transportieren. Teilnehmen kann an dem neuen Format jeder – egal, wie gut er zu Fuß ist. Bei einer klassischen Wanderung wäre das unter Umständen anders. Erst recht, wenn noch ein schwerer Rucksack zu tragen wäre. Rund acht Kilometer legt die Gruppe zurück, vor allem auf Königsbacher Gemarkung.

Vom Naturfreundehaus geht es zum Vereinsgrundstück im Merzen, wo sich alles um die Pflege von Streuobstbäumen dreht, bevor Ehrismann in der Nähe des Häckselplatzes von den Steinriegeln berichtet. Entstanden sind sie einst aus den Steinen, die man aus guten Böden entfernt hat, um die Bewirtschaftung zu erleichtern. Gelandet sind sie anschließend auf den Feldern, die ohnehin als minderwertig galten. Ehrismann weiß, dass sie als wertvoller Lebensraum für Insekten, Kleinsäuger und Reptilien dienen. Nachdem er von ihnen erzählt hat, geht es weiter zu den Keltengräbern im Großen Wald und zu den Königsbacher Hochwasser-Rückhaltebecken. „Wir halten die Themen bewusst vielfältig“, sagt Ehrismann, der sich mit Ruthardt einig ist, dass es eine Wiederholung geben soll. Allerdings vermutlich erst nächstes Jahr, weil der Verein in den kommenden Monaten noch viel Programm vor sich hat. Ideen für weitere Themen haben die Verantwortlichen jedenfalls schon genug. – Nico Roller

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Königsbach-Stein