Im Rahmen der Gemeinderatssitzung am 22. Juli 2025 informierte Bürgermeisterin Catenazzo über zusätzliche Kosten im Zusammenhang mit der Sanierung der südlichen Ortsdurchfahrt. Die Baumaßnahme, die in Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt Esslingen/Göppingen durchgeführt wurde, ist inzwischen abgeschlossen.
Während der Bauarbeiten ergaben sich verschiedene zusätzliche Leistungen, die in der ursprünglichen Ausschreibung nicht enthalten waren. Die hierfür angefallenen Nachträge belaufen sich auf insgesamt 60.164,77 € brutto und wurden dem Gremium im Rahmen einer ausführlichen Aufstellung mit Erläuterungen vorgelegt.
Konkret betreffen die Nachträge folgende Positionen:
Im Rahmen der Straßen- und Gehwegarbeiten waren unter anderem folgende Maßnahmen notwendig:
Auf Nachfrage von Gemeinderat Mürdter erläuterte Bürgermeisterin Catenazzo, dass der Grünrückschnitt im Bereich der Bushaltestelle sowie entlang der Kreisstraße notwendig gewesen sei, um die Durchführung der Maßnahmen zu ermöglichen. Die Fördermittel für die Gesamtmaßnahme können erst abgerufen werden, sobald die Schlussrechnung vorliegt.
Im Zuge der Baumaßnahme wurde auch die Verlegung von Glasfaserleitungen vorbereitet. Bürgermeisterin Catenazzo informierte das Gremium darüber, dass das Nacherkundungsverfahren zeitnah erfolgen soll und die Telekom demnächst mit der Glasfaserverlegung im Gewerbegebiet beginnen wird.
Der Gemeinderat genehmigte die genannten Nachträge der Firma Gansloser einstimmig.
Bürgermeisterin Catenazzo berichtete über die wichtigsten Ergebnisse der öffentlichen Sitzung des Zweckverbands Abwasserreinigung Marbach- und Krettenbachtal, die am 2. Juli 2025 stattfand.
Ein zentrales Thema war die geplante Erneuerung der Phosphatfällung auf der Kläranlage. Diese Maßnahme dient der umweltschonenden Entfernung von Phosphor aus dem Abwasser. Durch den Einbau eines sogenannten Analyzers – eines Messgeräts zur exakten Steuerung der Fällmitteldosierung – sollen nicht nur die Umwelt geschont, sondern auch Betriebskosten eingespart werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 625.000 €, davon entfallen etwa 80.000 € auf den Analyzer.
Zur Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben im Bereich Haftung und Sicherheit wurde zudem der Bau eines neuen Zauns beschlossen. Die Kosten hierfür betragen rund 105.000 €.
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die geplante Erneuerung des Zwischenhebewerks. Ursprünglich war lediglich der Austausch der Förderschnecken vorgesehen. Eine detailliertere technische Prüfung zeigte jedoch, dass auch hydraulische Anpassungen und die Vergrößerung von Leitungsquerschnitten erforderlich sind. Das Gremium folgte dem Vorschlag des Ingenieurbüros, eine umfassendere Variante umzusetzen. Die Kosten dafür liegen bei rund 1,8 Millionen Euro und umfassen auch die Betonsanierung des Vorklärbeckens sowie die Anschaffung eines neuen Räumers. Für die Gemeinde Börtlingen entstehen daraus im Jahr 2026 Mehrausgaben in Höhe von 108.000 €.
Ein von der Gemeinde geprüftes Vorziehen der Sanierung des Regenüberlaufbeckens (RÜB 816) gemeinsam mit der Betonsanierung des Vorklärbeckens wurde vom zuständigen Planungsbüro VTG Straub als nicht sinnvoll bewertet. Die Sanierung des RÜB ist aktuell erst für das Jahr 2030 geplant. Dennoch soll der Betonsanierer gebeten werden, das Bauwerk zu besichtigen, um eventuell kleinere, nicht aufschiebbare Maßnahmen frühzeitig zu planen.
Auf Nachfrage aus dem Gremium teilte Bürgermeisterin Catenazzo mit, dass die Frage nach möglichen Fördermitteln derzeit noch nicht abschließend geklärt sei.
In diesem Zusammenhang wurde auf die ebenfalls sanierungsbedürftige Marbachbrücke in Zell hingewiesen, bei der ebenfalls Betonschäden vermutet werden. Eine Prüfung wird erfolgen.
Abschließend wurde darauf hingewiesen, dass sich die hohen Investitionskosten der kommenden Jahre durch Abschreibung und Verzinsung direkt auf die Abwassergebühren auswirken werden. Zum 1. Januar 2026 wird daher eine neue Gebührenkalkulation vorgenommen. Für alle Mitgliedsgemeinden des Zweckverbands – darunter auch Börtlingen – sind deutliche Gebührenerhöhungen in den nächsten Jahren absehbar.
Das Gremium nahm den Bericht zur Kenntnis.
In der Sitzung wurde erneut über die Verbesserung des Wetterschutzes bei Beerdigungen auf dem Friedhof Börtlingen beraten. Bürgermeisterin Catenazzo verwies auf das vorliegende Angebot der Firma Klier aus Schwäbisch Gmünd zur Installation von vier Vorbaumarkisen in den Durchgängen der Aussegnungshalle. Die Markisen könnten bei Bedarf per Fernbedienung heruntergelassen werden. Die Kosten für Anschaffung und Montage belaufen sich auf rund 7.982,14 € brutto, zuzüglich der Kosten für den Elektroanschluss.
Es wurde der Vorschlag aus der Mitte des Gremiums diskutiert, auf der Westseite einen festen Wetterschutz aus Holz oder Stein an drei Stellen zu schaffen. Die Verwaltung bat jedoch zu bedenken, dass dadurch der Platz für die Trauergäste eingeschränkt, die Lichtverhältnisse und Akustik verändert und der offene Charakter des Vorplatzes beeinträchtigt werden könnten.
Dies wurde anschließend intensiv diskutiert. Zum einen stehen viele Trauergäste traditionell außerhalb des Wetterschutzes, zum anderen kann auch die Kirche für Trauerfeiern in der kalten Zeit genutzt werden – was manche Angehörige vielleicht nicht wünschen. Zwar sei die Maßnahme „Anbringung von Markisen“ mit rund 7.000 € finanziell vertretbar, es gab jedoch auch Zweifel angesichts der angespannten Haushaltslage an der Notwendigkeit der Investition.
Abschließend einigte sich der Gemeinderat darauf, zunächst eine Besichtigung eines Referenzobjekts durchzuführen, bei dem vergleichbare Markisen installiert sind. Sobald Ort und Zeitpunkt mit dem Anbieter abgestimmt wurden, können interessierte Mitglieder des Gemeinderats an der Begehung teilnehmen.
Termine im zweiten Halbjahr 2025
Bürgermeisterin Catenazzo weist auf die anstehenden Termine hin:
Die Tour de Kreisle macht in diesem Jahr Station in Börtlingen. Gegen 14:30 Uhr werden rund 50 Radfahrerinnen und Radfahrer auf dem Dorfplatz erwartet. Die Gemeinde Börtlingen übernimmt die Bewirtung der Gäste.
Die Veranstaltung findet künftig im jährlichen Wechsel mit den Gemeinden Birenbach und Wäschenbeuren statt. Gemeinsam wird im Rahmen der Veranstaltung ein Spendenscheck für das Hospiz in Faurndau übergeben.
Börtlingen darf sich für zwei weitere Jahre „Fairtrade-Gemeinde“ nennen. Seit der Erstverleihung im Jahr 2019 setzen sich zahlreiche Akteure in der Gemeinde für fairen Handel ein. Ein besonderer Dank gilt dem Team von „AK rund ums Dorf“ für das anhaltende Engagement.
Das Dach der Fertiggaragen ist undicht. Die Garagen dienen dem Turnverein als Lagerraum. Die dort aufbewahrten Bühnenelemente werden kurzfristig entfernt und im Bauhof zwischengelagert. Im Zuge der geplanten Sanierung des Tartanplatzes sollen künftig neue Lagerräume eingeplant werden, um Fördermittel beantragen zu können.
Zur Entlastung des Parkplatzes an der Turnhalle wird in Kürze ein Zusatzschild angebracht, das das Abstellen von Wohnmobilen und Lkw untersagt.
Für das Wohngebiet Untere Bruck wurde probeweise ein neues Parkierungskonzept eingeführt, das bis 26.08.2025 getestet wird. Bei positivem Verlauf ist eine dauerhafte Umsetzung vorgesehen.
Die Gemeinde informiert, dass die Bewerbungsfrist für das Spospito-Schulkinderprogramm noch bis zum 26.02.2026 läuft. Die Schule prüft derzeit eine Teilnahme, da der Antrag nur über die Schule gestellt werden kann.
Der Bauhof hat den Dirtpark gemäht. Die Jugendlichen haben sich eigenständig um das Zusammenrechen des Grases gekümmert – dafür bedankt sich Bürgermeisterin Catenazzo ausdrücklich.
Insgesamt 31 Teilnehmende engagieren sich beim diesjährigen Stadtradeln. Besonders hervorzuheben ist GR Scheuring, der mit beeindruckenden 626 Kilometern bislang die größte Strecke zurückgelegt hat.
GR Held erkundigt sich nach der Zuständigkeit für die Dachsanierung des Wasserturms beim Vereinsheim des Heimatvereins. Laut BMin Catenazzo ist der Turm vermutlich an eine Stiftung verpachtet – eine Prüfung wurde zugesagt.
GR Hettich fragt nach dem Fortschritt des geplanten Radwegs. Die Baumaßnahmen müssen noch 2025 beginnen, um einen Zuschuss von 90 % zu erhalten. Leider fehlt aktuell eine Rückmeldung vom beauftragten Planer. Bürgermeisterin Catenazzo verspricht, das Projekt weiter nachdrücklich zu verfolgen.