
Am 18. November 2025 besuchte der Bundestagsabgeordnete Olav Gutting (CDU) die Klasse SGJ1.2 der Käthe-Kollwitz-Schule in Bruchsal. Der Besuch fand im Rahmen eines Projektes im Geschichts- und Gemeinschaftskundeunterricht bei Frau Strobel-Koop statt. Ziel des Projektes war es, verschiedene Parteimitglieder anzuschreiben und zu erfragen, ob sie bereit wären, unsere Schule zu besuchen, um mit uns über Politik und aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen zu sprechen. Nach einer Abstimmung in der Klasse, die während der Studienfahrt nach Amsterdam stattfand, entschieden wir uns für Herrn Gutting.
Am Tag seines Besuches stellten wir ihm Fragen, die wir im Vorfeld erarbeitet hatten. Die Befragung sollte ursprünglich als offenes Gespräch gestaltet sein, entwickelte sich jedoch eher zu einem klassischen Frage-Antwort-Format. Dabei wurden verschiedene Themen angesprochen. Besonders intensiv diskutierten wir über den Lobbyismus, da wir dieses Thema im Unterricht ausführlich behandelt und eine Dokumentation des ZDF dazu gesehen hatten, in der auch Herr Gutting vorkam. In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Journalisten, die sich zu Beginn gegenüber Politikern als Lobbyisten ausgegeben hatten, als „Betrüger“. Diese hätten sich erst am Ende der Dokumentation offiziell als Journalisten zu erkennen gegeben. Gleichzeitig betonte er, dass Lobbyismus an sich nichts Negatives sei. Ein weiteres Thema war die Wehrpflicht, die jedoch nur für einen Teil unserer Klasse von besonderer Bedeutung ist, da sich einige Schülerinnen und Schüler privat intensiver mit diesem Thema auseinandersetzen. Ferner sprach eine Mitschülerin Herrn Gutting auf eine Aussage von Friedrich Merz zum Stadtbild an, die ihrer Meinung nach missverständlich war, und forderte ihn auf, seine Sichtweise dazu darzulegen.
Trotz der Vielfalt an Themen waren wir am Ende etwas enttäuscht von dem Besuch. Das offene Gespräch, das wir uns erhofft hatten, kam leider nicht zustande. Stattdessen blieb es bei einem Frage-Antwort-Ablauf, bei dem Herr Gutting unsere Fragen beantwortete, jedoch keine Rückfragen an uns stellte. Trotzdem war es ein interessanter Austausch, wodurch wir die Möglichkeit bekommen haben, in den Berufsalltag eines Politikers zu blicken.