
„Die Frau ist ein Naturtalent!“ so der spontane Kommentar einer Musikfachfrau. Wie über 160 Veranstaltungsgäste war auch sie begeistert vom Auftritt der Sängerin am Abend des 25. Oktober bei der jährlichen KultArt-Veranstaltung in der stimmungsvoll dekorierten Aula der Heinz-Barth-Schule. Und wirklich: die temperamentvolle Bühnenschow, die Omnitah, die in Schweden geborene und in einer ungarischen Musikerfamilie aufgewachsene Singer-Song-Writerin, ihrem Publikum bot, war Extraklasse!
Mit ihren meist selbst geschriebenen und meisterhaft komponierten Songs, die sich aus Elementen des Irish Folk, Worldmusic, Pop-Rock und Gipsyjazz bis hin zu Klassik und Ethnopop speisen, virtuos begleitet von Klavier, Geige und Flöte legte Omnitah ein Potpourri musikalischer Kostbarkeiten hin, das seinesgleichen sucht. Ihre einfühlsamen und tiefgründigen Texte präsentierte sie mit einer vier Oktaven umfassenden, klaren und tonsicheren Stimme in ungarischer, schwedischer, deutscher sowie englischer Sprache, die sie fließend beherrscht. Die Themen wurden zwischen den Stücken mit ihrer ganz persönlichen Lebensgeschichte erzählerisch kombiniert, was sie sehr authentisch und gar nicht divenhaft erscheinen ließ.
In rockig-mystischem Outfit, zunächst bescheiden und fast schüchtern, nahm sie gleich zu Anfang persönlichen Kontakt zum Publikum auf und nahm es mit auf eine Reise durch ihr bisher bewegtes Leben – einmal zurückhaltend, fast schüchtern, dann wieder feurig und explosiv.
Omnitah wechselte versiert Betonung und Stimme, stieg scheinbar mühelos in die höchsten Soprantöne auf, ging dann wieder in ein warmes und dunkles Timbre über und verschwand dann endgültig in traumhaften, zart gehauchten Klängen, konsequent vorgetragen in einer extrem ausgereizten Dynamik, einer Interpretation, deren Sog man sich nicht entziehen konnte. Selbst ein spaßhaft verändertes Kinderlied wie „Alle meine Entchen“ fand da seinen Platz und den Beifall der Zuhörerinnen und Zuhörer. Beim Klassiker „Hallelujah“ von Leonhard Cohen schließlich war das Publikum so bewegt, dass es mitsang und nach stehendem Applaus mehrere Zugaben erhielt.
Ergänzt durch eine exquisite, von Vereinsmitgliedern vorbereitete Kulinarik, die reißenden Absatz fand und feinen Getränkeangeboten erlebten die Gäste einen insgesamt stimmigen Abend, der – auch in Kenntnis der Zeitumstellung – sich bis gegen Mitternacht hinzog. Begeisterte Rückmeldungen aus dem Publikum beweisen, dass KultArt mit der Verpflichtung dieser Künstlerin wieder einmal die richtige Auswahl getroffen hat, um dem Ort ein kulturelles Ereignis der Sonderklasse zu bieten.
KultArt bereichert seit dem Jahr 1999 jährlich Ende Oktober das Wettersbacher Kulturleben mit abwechslungsreichen und ausgewählten Kulturveranstaltungen. Der Verein initiierte auch den Skulpturenpark zwischen den Ortsteilen Grünwettersbach und Palmbach und entwickelt diesen durch Spenden mehrerer Kunstobjekte weiter.
1. Vorsitzender: Dr. Hans-Ulrich Bittighofer
E-Mail: info@kultart-wettersbach.de
Internet: www.kultart-wettersbach.de


