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Kino & Film

Open-Air-Kinoabend wurde in die Halle verlegt

150 Besucherinnen und Besucher erlebten einen märchenhaften Abend Die Auswahl fiel diesmal wirklich schwer. Denn mit der charmant-romantischen Tragikkomödie...
Zwei Frauen sitzen auf Campingstühlen, eine Frau hält eine Flasche Limonade.
Patricia Knecht und Carmen Keilbach hatten es sich in Campingsesseln bequem gemacht und warteten mit Anja Schué auf den Film.Foto: cm

150 Besucherinnen und Besucher erlebten einen märchenhaften Abend

Die Auswahl fiel diesmal wirklich schwer. Denn mit der charmant-romantischen Tragikkomödie „Feste & Freunde – ein Hoch auf uns“ oder der Filmbiografie des Singer-Songwriters Bob Dylan „Like a Complete Unknown“ standen zwei Filme beim diesjährigen Open-Air-Kino-Event zur Auswahl, die viele ansprachen. Aber das Rennen machte dann recht eindeutig „Der Buchspazierer“. Leider spielte das Wetter am vorvergangenen Freitag nicht mit, sodass das Event von der Tourist-Information schweren Herzens von der Posidonien-Schiefergrube in Langenbrücken in die Ohrenberghalle nach Mingolsheim verlegt werden musste. Letztendlich blieb es zwar trocken, aber eine Windböe hätte der riesigen Leinwand und damit dem Publikum vielleicht doch gefährlich werden können.

Rund 150 Besucherinnen und Besucher fanden sich zu einem gemütlichen Kinoabend ein, schließlich hatten sich die meisten mit Freunden verabredet und sich auf den Film gefreut. Schon eine Stunde vor Beginn der Vorstellung waren viele Plätze im vorderen Bereich reserviert, und einige hatten sich auch bequeme Campingsessel mitgebracht. Es duftete nach Popcorn, und um 21 Uhr wurde es dann zum Filmstart erwartungsfroh ruhig. Die Geschichte um Carl Kollhoff, der seinen Kunden die mit Sorgfalt ausgewählten Bücher nach Hause bringt, und seine wundervolle Begleiterin Schascha entführte regelrecht in eine Märchenwelt. Eine Frage beschäftigte die meisten sofort. Wo wurde dieser zauberhafte Film gedreht? Denn nicht nur die Geschichte, sondern auch die Kulisse war märchenhaft. Die Pause eine halbe Stunde vor Filmende sorgte allerdings teils für Unmut. „Ich war in eine poetische Welt eingetaucht“, sagte so mancher, oder „Ich hatte mich gerade richtig weggeträumt“.

Aber so bestand die Möglichkeit, zur Toilette zu gehen oder das Weinglas noch einmal zu füllen. Eine gute Idee wäre vielleicht auch ein Untertitel, denn viele Seniorinnen und Senioren bis ins hohe Alter gingen an dem Abend mal wieder ins Kino. Aber alles in allem war es ein wunderschöner Abend und der hochgelobte Film eine Lieberklärung an das Buch. Klaus Heinzmann bedankte sich beim Publikum und den vielen Helferinnen und Helfern in der Hoffnung, dass das Event im nächsten Jahr wieder unter freiem Himmel stattfinden kann. (cm)

Erscheinung
Bad Schönborner Woche
Ausgabe 33/2025
von Redaktion NUSSBAUMRedaktion NUSSBAUM
11.08.2025
Orte
Bad Schönborn
Kategorien
Kino & Film
Kultur