Nussbaum-Logo
NUSSBAUM+
Musik

Orchesterkonzert mit dem Kammerorchester Hockenheim e.V. am Sonntag, 19. Oktober um 18:00 Uhr in der Festhalle

Am Sonntag, den 19. Oktober 2025, lädt der Konzertverein Philippsburg zu einem Orchesterkonzert mit dem Kammerorchester Hockenheim unter der Leitung von...
Privat-Kammerorchester Hockenheim
Das Kammerorchester Hockenheim e.V.Foto: Privat

Am Sonntag, den 19. Oktober 2025, lädt der Konzertverein Philippsburg zu einem Orchesterkonzert mit dem Kammerorchester Hockenheim unter der Leitung von Robert Sagasser.

Das Programm steht unter dem Titek „Aufbrüche und Visionen“ und enthält Werke von:

Camille Saint-Saens (1835 - 1921)
Der junge Camille erhielt bereits im Alter von 3 Jahren Klavierunterricht, komponierte im Alter von 6 Jahren seine ersten Lieder für Gesang und Klavier und gab im Alter von 10 Jahren mit großem Erfolg sein erstes öffentliches Konzert. Zwei Jahre später wurde er am Pariser Konservatorium in die Orgelklasse von François Benoist aufgenommen. Noch im selben Jahr begann er ein Kompositionsstudium bei Fromental Halévy.
Schon früh beschäftigte sich Saint-Saens mit Werken für Orchester. Seine Sinfonien sind bekannt für ihre kompositorische Vielfalt und ihre Verbindung zu verschiedenen musikalischen Stilen und sind ein wesentlicher Bestandteil seines Werkes.
Sinfonie A-Dur (ohne Opus-Bezeichnung)
Die Sinfonie A-Dur, die um1850 als erster Versuch einer Sinfonie entstand, ist eine erstaunliche Leistung für einen 15-Jährigen, sowohl aufgrund der ausgefeilten Technik als auch wegen der zahlreichen originellen Einfälle, die einen großen Komponisten ankündigen. Die kurze, langsame Einleitung weist Anklänge an Schubert oder Weber auf. Der langsame Satz wirkt à la Mendelssohn, dessen Sommernachtstraum und Sinfonien Saint-Saens kannte. Das Eröffnungsthema erklingt insgesamt dreimal in zunehmend verzierter Form und jeweils getrennt durch Passagen von Beethovenscher Leidenschaft. Im Scherzo und Trio wird die klassische Besetzung des Werks auf Flöte, Oboe und Streicher reduziert und auch hier macht sich der Geist Beethovens bemerkbar, nun jedoch in sonniger, nachdenklicher Stimmung. In dem lebhaften Finale fordert der Komponist, dass sich die Musiker genauso anstrengen sollten, wie der Komponist es getan hat, und beendet den Satz mit einer Presto-Coda

Johann Stamitz (1717 - 1757)
Johann Stamitz, geboren in Deutschbrod in Böhmen, war ein bedeutender Violin-Virtuose und Komponist, der in Mannheim wirkte. Stamitz gilt als einer der Begründer der "Mannheimer Schule", einer einflussreichen Komponistengruppe, die in der Mitte des 18. Jahrhunderts in Mannheim wirkte und die Entwicklung der Sinfonie maßgeblich prägte.
Mannheimer Sinfonie Nr. 1 G-Dur
Die Sinfonie Nr. 1 G-Dur ist ein frühes Beispiel für den charakteristischen "Mannheimer Stil". Die Sinfonie besteht aus drei Sätzen und zeigt bereits viele Merkmale der klassischen Sinfonieform. Stamitz nutzte die Möglichkeiten des Orchesters geschickt aus, etwa durch die Verwendung von Crescendi, Abstufungen der Lautstärke und virtuose Passagen. Dies war typisch für den "Mannheimer Stil". Stamitz komponierte über 50 Sinfonien, von denen diese Nr. 1 in G-Dur eine der frühesten und bekanntesten ist. Sie repräsentiert den Beginn seines sinfonischen Schaffens.

Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)
Beethoven ging mit 17 Jahren zum ersten Mal als Schüler von Wolfgang Amadeus Mozart nach Wien, musste seinen Aufenthalt aber abbrechen, da seine Mutter starb. Im Alter von 22 Jahren kehrte er, dann als Schüler von Joseph Haydn, nach Wien zurück und blieb bis zu seinem Lebensende 1827 dort.
Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus“
Das Ballett "Die Geschöpfe des Prometheus" zählt nicht zu den berühmten Werken Beethovens, nimmt aber einen wichtigen Platz in seinem Schaffen ein: Es zeigt seine Fähigkeiten im Bereich der Bühnenmusik und beeinflusste spätere Kompositionen wie die 3. Sinfonie "Eroica".
Beethoven komponierte diese Musik im Jahr 1800 im Auftrag des Ballettmeisters Salvatore Viganò. Sie ist Maria Christiane Fürstin von Lichnowsky gewidmet und wurde am 28. März 1801 im Wiener Burgtheater mit der Wiener Compagnie erstmals aufgeführt. Der Inhalt des Balletts ist nicht gut belegt, da das Libretto verloren ging – die Musik jedoch blieb ...
Die Ouvertüre des Balletts ähnelt einem Symphoniesatz und wurde schon zu Beethovens Zeiten oft alleinstehend aufgeführt.
Allegro con brio – Terpsichore mit den Grazien und Bacchus mit den Bacchanten vollführen einen heroischen Tanz. Die Kinder des Prometheus lassen sich von dem bunten Treiben mitreißen und wollen ebenfalls an dem Tanz teilnehmen.
Adagio – Melpomene beendet den Tanz. Sie macht Prometheus Vorwürfe, dass er die Kinder als Sterbliche erschaffen hat und versucht ihn mit ihrem Dolch zu töten, um den Kindern den Tod vor Augen zu führen. Die Kinder wollen sie von ihrem Vorhaben abhalten, sie aber tötet Prometheus.
Pastorale – Thalia tröstet die weinenden Kinder, während Pan an der Spitze seiner Faune den verstorbenen Titanen ins Leben zurückruft.

Camille Saint-Saens (1835 - 1921)
Saint-Saens Karriere als Komponist erwies sich als etwas schwieriger. Als er 1852 den Prix de Rome nicht gewann, verringerten sich seine Chancen, eine Oper zu schreiben – damals die einzige Möglichkeit, in den Rang eines bedeutenden Komponisten aufzusteigen. Erst 20 Jahre später, 1872, brachte Saint-Saens eine seiner Opern, La princesse jaune, auf die Bühne der Opéra Comique in Paris. Von den 13 Opern, die er komponierte, ist Samson et Dalila (1877) die Einzige, die in das Opernrepertoire aufgenommen wurde.
Ouverture d'un opéra-comique inachevé
Bei diesem Werk handelt sich um die Ouvertüre zu einer unvollendeten Operette, die 1884 veröffentlicht wurde. Saint-Saens selbst gab an, dass diese Arbeit vermutlich im Alter von 17 Jahren entstanden ist, was auf das Jahr 1852 oder 1853 hindeutet. Die Uraufführung erfolgte erst am 2. Juni 1913 in der Queens Hall in London unter der Leitung von Thomas Beecham. Das Werk steht in Zusammenhang mit Saint-Saens Bestreben, Bühnen- und Opernmusik zu schreiben.

Der Eintritt zum Konzert ist, wie immer, frei. Um eine Spende wird gebeten.
Platzreservierungen sind unter huttermhutter@web.de oder telefonisch: 0152 - 576 555 61 möglich.
Hutter

Erscheinung
Stadtanzeiger Philippsburg
NUSSBAUM+
Ausgabe 41/2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
Orte
Philippsburg
Kategorien
Kultur
Musik
Passende Themenseiten
Deine Saison
Deine Saison
Feste, Märkte & Traditionen
Feste, Märkte & Traditionen
Freizeit & Unterhaltung
Freizeit & Unterhaltung