Die alljährliche ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins „Alt Wimpfen“ e.V. fand am 13.3.2026 um 19.00 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt.
Zu Beginn wurde den im letzten Jahr verstorbenen Mitgliedern gedacht. In einem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate zeigte der Vorsitzende Jürgen Haberhauer die vielfältigen Aktivitäten des Vereins auf. Neben der Studienfahrt nach Korsika und Sardinien fanden auch ein Vortrag von Dr. Hafer zum Thema Bauernkrieg im Steinhaus und das Sommerseminar vom Ehrenvorsitzenden Günther Haberhauer zur Geschichte des ehemaligen Spitals statt. Wie jedes Jahr beteiligte sich der Verein auch wieder an verschiedenen Festen, wie Kunstnacht, Zunftmarkt und Weihnachtsmarkt.
Bei einer Routinekontrolle der Leihgaben im Historischen Museum im Steinhaus stellte sich heraus, dass die Exponate noch nicht fotografisch dokumentiert waren und teilweise geringfügigen Schimmelbefall aufwiesen. In diesem Zuge räumte der Verein alle Vitrinen aus, ließ diese von einer Restauratorin grundreinigen und alle Ausstellungsstücke überprüfen. Sowohl das Klima der Räume als auch das der Vitrinen wird zukünftig von Datenloggern überwacht, sodass wir Luftfeuchtigkeit und Temperatur erfassen und Schwankungen schnell erkennen können.
Die Arbeit an der Medizinabteilung im Reichsstädtischen Museum schritt gut voran, sodass sie im vergangenen Herbst hätte eröffnet werden sollen. Aber als sich abzeichnete, dass die umfangreichen Renovierungsarbeiten am Alten Spital eine Schließung des Museums mit sich bringen würde und darüber hinaus auch alle Räume mit Verbindung zum Innenhof leer geräumt werden mussten, stellten wir die Weiterarbeit an der neuen Abteilung ein.
Die über die Jahrzehnte stets gewachsene und mittlerweile sehr umfangreiche Sammlung des Vereins an Gemälden und Grafiken zum Thema Wimpfen findet zukünftig eine artgerechte Lagerung in einem eigenen Gemäldedepot. Alle Grafiken werden nun in Planschränken zwischen Museumskarton und säurefreiem Seidenpapier aufbewahrt und wir haben sämtliche Gemälde von einer Restauratorin reinigen und, falls nötig, festigen und restaurieren lassen.
Im letzten Jahr konnten wir wieder zwei Bücher veröffentlichen: neben einer Neuauflage des „Weltgerichts“ von Konrad Fron war dies die „Erlebte Geschichte“, ein Band mit Tagebucheinträgen und persönlichen Erlebnisberichten rund um das Kriegsende in Bad Wimpfen.
Nach dem Bericht der Schatzmeisterin Elke Frühling fand die Entlastung des Vorstands durch Frau Bär-Stoll statt, die Bürgermeister Zaffran vertrat.
Die beiden Kassenprüfer Dieter Hubatschek und Oskar Schmidt legten ihr Amt nach vielen Jahren zuverlässiger und gewissenhafter Arbeit nieder und wurden für ihr Engagement vom Vorstand mit einem kleinen Präsent bedacht. Von den Versammelten einstimmig gewählt, werden zukünftig Marina Gauch und Ingrid Herbst in die Fußstapfen ihrer Vorgänger treten und die Kassenprüfung übernehmen.
Der Ausblick auf das restliche Jahr begann mit der Kunstnacht am 2. Mai, während der der Verein einen Vortrag im Obergeschoss des Historischen Museums im Steinhaus zum Thema „Die Staufer und Wimpfen“ zeigen wird. Darüber hinaus wird es im Bereich der zum Vereinshaus, Burgviertel 23, gehörenden Arkaden eine Verköstigung geben, während die beleuchteten Fotografien in historischem Ambiente bestaunt werden können.
Um 18.00 Uhr findet in der Galerie im Alten Spital die Vernissage der Ausstellung „Die schönste Altstadt Deutschlands“ statt, zu der der Verein alte Fotos von Engelbert Goriup und aktuelle Fotografien beisteuert.
Im Herbst wird es wieder eine Tagesfahrt geben, deren Ziel und genaues Datum per E-Mail an die Mitglieder gehen wird und auf der Internetseite des Vereins unter www.alt-wimpfen.de veröffentlicht wird.
Für dieses Jahr sind noch einige Publikationen geplant. Nach jahrzehntelanger Arbeit kann nun endlich die Chronik des Ritterstifts veröffentlicht werden, darüber hinaus ein Buch zum jüdischen Leben in Wimpfen und ein neuer Bildband.
Aktuelle und detaillierte Informationen finden sich auf www.alt-wimpfen.de.
Und wie immer gilt der Dank allen Mitgliedern und Helfern des Vereins, ohne die die vielfältige und wichtige Arbeit zum Erhalt der Geschichte unserer Stadt nicht möglich wäre.