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Ornithologischer Rundgang in der Wagbachniederung

Bei herrlichem Sonnenwetter startete am 15. April 2026 der ornithologische Rundgang durch die Wagbachniederung. Die Veranstaltung diente dem fachlichen...
Foto: Stadt Waghäusel

Bei herrlichem Sonnenwetter startete am 15. April 2026 der ornithologische Rundgang durch die Wagbachniederung. Die Veranstaltung diente dem fachlichen Austausch und zugleich dem Gedenken an den 2024 verstorbenen Gründer und langjährigen Manager des Naturschutzgebietes, Ulrich Mahler.

Organisiert hatte den Rundgang Dr. Antje Gillich. Die Museumsleiterin der Waghäuseler Eremitage hatte schon im Vorjahr eine ähnliche Veranstaltung durchgeführt, nach der der Wunsch aller Teilnehmenden nach Wiederholung groß war. Und so war auch dieses Mal der Zuspruch rege: Dr. Gillich konnte rund 35 Personen begrüßen, darunter Bürgermeister Manuel Scholl aus Oberhausen-Rheinhausen, Daniel Raddatz, Leiter des Naturschutzes im Regierungspräsidium mit einigen Vertretern seiner Behörde sowie zahlreiche Ornithologieinteressierte und Naturfreunde.

Zu Beginn des Rundgangs erläuterte Daniel Raddatz aktuelle Maßnahmen im Naturschutzgebiet, darunter die geplante Beweidung mit Wasserbüffeln und die automatisierte Befüllung der Teiche. Ein weiterer Beitrag erinnerte an die Anfänge des Naturschutzes in der Wagbachniederung und die teils herausfordernde Zusammenarbeit mit der damaligen Werksleitung der Zuckerfabrik Waghäusel.

Mit Ferngläsern und Spektiven ausgestattet, machten sich die Teilnehmenden dann auf den Weg. Dabei konnten zahlreiche Vogelarten beobachtet werden, darunter Lachmöwen, verschiedene Wattvögel, Rohrweihen und Kiebitze. Die Wagbachniederung ist besonders im Frühjahr ein bedeutender Lebensraum für viele, teils seltene Arten und gilt unter Ornithologinnen und Ornithologen seit langem als Hotspot für Vogelbeobachtungen. Die Vögel im Wasser bleiben dabei weitgehend ungestört, wenn die Besucherinnen und Besucher auf den Wegen bleiben.

Auch seltene Arten wie Purpurreiher beim Nestbau oder Blaukehlchen in den Schilfbereichen wurden gesichtet. Ergänzt wurde dies durch Beobachtungen verschiedener Entenarten, von Schwarzhalstauchern sowie weiterer Watvögel wie Bekassinen, Kampfläufer und Grünschenkel.

Die Vogelpopulationen sind in der Wagbachniederung insgesamt relativ stabil. Gleichzeitig bleibt der regelmäßige Austausch zwischen Fachbehörden, Fachleuten und Naturinteressierten ein wichtiger Baustein für den langfristigen Schutz dieses besonderen Lebensraums.

Interessierte finden im Museum in der Eremitage einen Themenschwerpunkt zum Naturschutzgebiet Wagbachniederungen mit interessanten Informationen zur Entwicklung des Gebietes. Außerdem können über das Museum Gruppenführungen gebucht werden.

Kontakt:

eremitage@waghaeusel.de oder telefonisch unter 07254/207 2228

Öffnungszeiten:

Jeden zweiten und letzten Sonntag im Monat von 14:00 bis 17:00 Uhr

Foto: Stadt Waghäusel
Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Waghäusel
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Ausgabe 17/2026
von Eremitage Waghäusel
23.04.2026
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