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Ortsgeschichte im Bild Nr. 292: Entringer Gartengeschichte/n (1)

Am Ende der Badgasse – oder heute: An der Kreuzung Badgasse / Steinbruchweg / Obere Straße stand bis 1988 in der nordwestlichen Ecke des Grundstücks...
Foto von 1975
Foto: Peter Schmid „Badgasse um 1975“. Vorne rechts die Landmaschinen-Werkstatt Bahlinger/Laux, dann die Schreinerei Arnold, die Anwesen Gauß und Maisch - ganz hinten: das Pfarrgartenhäusle und die Fichte; links das ehemalige Forstwartshaus.

Am Ende der Badgasse – oder heute: An der Kreuzung Badgasse / Steinbruchweg / Obere Straße stand bis 1988 in der nordwestlichen Ecke des Grundstücks das einstige Pfarrgartenhäusle. Zusammen mit einer hohen Fichte bildete es eine markante Einheit.

Der Straßenplanung für das Neubaugebiet Steigle/Baumgart in den 1980-er Jahren war das Häusle „ein Dorn im Auge“. Weil es so „frech“ an der Kreuzung stand, wurde der Gehweg aus Sicherheitsgründen hinter dem kleinen Denkmal herum geführt. Letztlich wurde das verwunschen wirkende Häuschen aber doch abgebrochen, in einer Scheune zwischengelagert und zum Kauf ausgeschrieben, es fand aber keinen Liebhaber. Der „Gehweg-Schlenker“ führt jedoch bis heute um die mit Straßen-Begleit-Grün bepflanzte Häusles-Lücke herum.

Winfried Schumm, ein Entringer Pfarrerskind denkt gerne an die 1950-er Jahre zurück: Der Pfarrgarten war natürlich mein Freizeitparadies, das ich regelmäßig nutzte und genoss. Ganz besonders das tolle Gartenhaus, in dem ich auch mit Freunden vieles erleben durfte, mich verstecken konnte, gevespert habe. Im Pfarrgarten war zuletzt für die große Pfarrfamilie von Eduard und Hanna Zeller anfangs der 1960-er Jahre noch allerlei Gemüse angebaut worden.

Dann wurde dort das evangelische Jugendheim errichtet, das war bis 1989/90 Treffpunkt für viele Gruppen; die Wiese lud zu allerlei Spiel, Sport und Zeitvertreib ein. Anfangs der 1990-er Jahre wurde auch diese Fläche der Wohnbebauung zugeführt.

Historisch gesehen war das große Gartengrundstück nur durch die Badgasse erschlossen, die wohl schon vor 500 Jahren und früher so geheißen haben mag. Weshalb hieß sie wohl so? - Fortsetzung folgt.

Der hier gekürzte Text und die 5 weiteren Folgen sind veröffentlicht im Buch „Entringen – Fotografien erzählen aus der Ortsgeschichte, Band 3“; erhältlich im Bürgerbüro und bei R. Bauer.
Reinhold Bauer

Erscheinung
Amtsblatt der Gemeinde Ammerbuch
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Ausgabe 47/2025
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