
(…) Auf der linken Seite folgte der kommunale Kindergarten, geplant von Manfred Schwarzach, eingeweiht 1974. Der aus der Pferdekoppel heraus fotografierte Kindergarten mutet fast futuristisch an: ein Flachdachbau aus Beton und Holz, großen Fensterelementen sowie Oberlichtern. Der große Spielbereich im Freien liegt südlich des Bauwerks, der Oberen Straße zugewandt. Aufgrund expandierender Kinderzahlen musste bereits 1986 für eine dritte Gruppe angebaut werden. Später wurde in der Kindergarten-Wohnung noch eine Mini-Gruppe eröffnet. …
Das Pferd im Vordergrund war der erste Gaul von Reiner Fleck; ein Traber, der auf den Namen Eseta hörte. Unterhalb bzw. links des Kindergartens befindet sich noch immer die Badquelle, deren „Überreich“ früher in einem offenen Graben dem Käsbach zugeleitet wurde. Reiner Flecks Großvater Karl Gamerdinger hielt auf der Wiese oberhalb des Jugendheims seine Hühner. (…) Reiner erinnert sich, dass er hier in den frühen 1960-er Jahren oft mit seinem Vetter Fritz Fleck gespielt hat, und dass sie auch ab und zu Frösche gefangen haben; denn die Wiesen dort waren immer feucht gewesen.
Als 1978 in nächster Nähe, gegenüber des Kindergartens, die Baugrube für das erste Wohnhaus – Obere Str. 36 – ausgehoben wurde, gab es große Probleme mit dem vielen Grundwasser.
Dieser Text und viele weitere Geschichten sind ungekürzt veröffentlicht in „Entringen – Fotografien erzählen aus der Ortsgeschichte, Band 3“; erhältlich im Bürgerbüro Entringen und bei R. Bauer.
Reinhold Bauer