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Dies und das

Ortsteilgespräch Schöllbronn

Zuletzt hatte man sich 2017 zum Ortsteilgespräch in Schöllbronn getroffen, „seither ist viel passiert“, merkte Oberbürgermeister Johannes Arnold...
Rund 100 Interessierte aus Schöllbronn und Umgebung waren der Einladung zum Ortsteilgespräch in der Dorfwiesenhalle gefolgt. Die Organisation lag in den Händen von Natalie Westphal und Verena Mückschel vom Hauptamt der Stadt. Das nächste Gespräch wird im Herbst in Spessart stattfinden.

Zuletzt hatte man sich 2017 zum Ortsteilgespräch in Schöllbronn getroffen, „seither ist viel passiert“, merkte Oberbürgermeister Johannes Arnold an. Zunächst begrüßte Ortsvorsteher Eberhard Wurster als Gastgeber die rund 150 Personen in der Dorfwiesenhalle. Die vom OB vor Jahren initiierten regelmäßigen Treffen in der Kernstadt und den Ortsteilen dienen der Information über abgeschlossene und künftige Projekte, bieten den Einwohnerinnen und Einwohnern aber auch die Möglichkeit, Anregungen, Lob und Kritik anzubringen. Dazu stehen Amtsleiterinnen und Amtsleiter zur Verfügung, auch beim geselligen Beisammensein im Anschluss an den offiziellen Teil.

Dorfwiesenhalle, Kindergartenerweiterung, Parkplatz mit PV-Anlagen-Dach, Pflegeheim, Next-Bike-Station mit E-Bikes am Rathaus, Radweganbindung und Dorfwiesenbach-Renaturierung: Allerhand Projekte wurden in den Jahren seit dem letzten Gespräch erfolgreich verwirklicht, verbunden mit hohen Investitionen: Allein die Dorfwiesenhalle schlug mit 8,2 Mio. Euro zu Buche zuzüglich Außenanlagen.

Was läuft, was kommt für Schöllbronn? Kristian Sitzler, Leiter des Ordnungs- und Sozialamts, ergriff als Erster das Wort. Er schilderte das Neubau-Vorhaben Feuerwehrhaus Löschzug Berg. Die Erschließungsarbeiten beginnen dieser Tage, sie sollen bis Oktober vollendet sein, Kostenpunkt 1,6 Mio. Euro. Der Bau selbst, den Sitzler anhand der Grundrisse präsentierte, wird mit voraussichtlich 12 Mio. Euro zu Buche schlagen. Die Baugenehmigung liege vor, aktuell erfolgen Ausschreibungen und Vergaben. Als Eröffnungstermin wird August 2028 angepeilt.

Jürgen Rother, Leiter des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, übernahm den Part Schulerweiterung. 120 Kinder besuchen die Schule, die Schulkindbetreuung ist im historischen Schulhaus untergebracht und werde sehr gut angenommen. Doch die Kapazitäten sind ausgereizt, es besteht Raumbedarf: das historische Schulgebäude bekommt einen Anbau, der Pavillon wird aufgestockt.

Die Arbeiten sind im Zeitplan, der Rohbau des Anbaus steht bereits, er wird Anfang 2027 fertig. Im März hatte der 1. Spatenstich für die Pavillonaufstockung stattgefunden, mittlerweile sind die Abrissarbeiten vollendet, ab Februar/März 2027 werden die Räumlichkeiten nutzbar sein. Der Gemeinderat hat für das Vorhaben rund 5,8 Mio. bewilligt, 70 Prozent der Aufträge sind vergeben, aktuell bewegt sich die Kostenmarge bei rund 5,09 Mio. Euro, so dass sogar noch ein Kellerraum für Lagerzwecke ‚drin‘ ist. „Eine belastende Phase für den Schulbetrieb, aber notwendig“, kommentierte OB Arnold, bevor er Stadtbauamtsleiter Daniel Schwab das Wort erteilte.

Er schilderte Maßnahmen für Straßenbau und Versorgung, angefangen von der Sanierung des Kreisverkehrs L607/K3546 zwischen Oberweier und Ettlingenweier. In den Pfingstferien wird unter Vollsperrung 14 Tage lang der Kreisel repariert, Umleitungen übers Kiesdreieck sowie über die L 613, alles wird entsprechend ausgeschildert.

„Gute Nachricht, der Belag der L 613 wird endlich saniert!“ Auf der Prioritätenliste des Landes stand sie weit hinten, dem OB sei gelungen, dass die Maßnahme durch ein Arrangement vorgezogen werde, so Schwab: „Das Land zahlt, wir machen's.“ Ab 13. Juli bis etwa Ende September unter Einbeziehung der Sommerferien wird die Straße gesperrt, gleichzeitig werden dringende Forstarbeiten in dem Bereich erledigt. Auch hier werden Umleitungen ausgeschildert, „dennoch wird dies eine Herausforderung“, ergänzte OB Arnold.

In Planung ist eine weitere Straßensanierung im Höhenstadtteilbereich, die Realisierung wird aber voraussichtlich erst 2029 erfolgen: die Schluttenbacher Straße in Zusammenhang mit der Kreisstraße 3547, die in die Verantwortung des Landes fällt.

Bereits im März wurden Gespräche mit der Telekom geführt, nachdem die Deutsche Glasfaser ausgestiegen war, informierte der OB. Der Wunsch der Stadt, die Telekom möge den Glasfaserausbau in den Ortsteilen übernehmen, werde von Seiten des Unternehmens aktuell geprüft. Weiteres Thema waren barrierefreie Haltestellen, zwei werden in diesem Jahr in Schöllbronn realisiert, Schwester-Baptista-Straße und Schule.

Mit Tante „M“ wird ab Mitte Juni ein niedrigschwelliger Selbstbedienungsladen an Stelle des Hofladens eröffnen, rund 1.400 Artikel und viele regionale Produkte werden angeboten. Zutritt und Bezahlen funktionieren mit EC-, Kredit- oder Kundenkarte, geöffnet 5 bis 23 Uhr. „Lassen Sie sich darauf ein“, appellierte Schwab an die Bürgerschaft.

Stadtwerke-Geschäftsführer Steffen Neumeister informierte in Sachen Waldbad, dessen Besucherzahlen sich bei rund 40.000 Euro/Jahr einpendeln. Ein Dank galt dem Förderverein, den es seit 14 Jahren gibt. 2026 werde das Dach-Provisorium noch bleiben, denn es sei ein Förderantrag gestellt worden. Das neue Dach, im ursprünglichen Orange, werde 2027 installiert, es wird kleiner und ermöglicht die Installation einer PV-Dachanlage und eines neuen Kiosks.

Den Schlusspart übernahm wieder Daniel Schwab in Sachen Bolzplatz: Zwei Alternativen werden geprüft, eine beim Spielplatz ‚Rabe‘ sei geländemäßig etwas schwierig. Besser sei, dass der TSV eventuell einspringe. Ein bestehender Rasenplatz auf dem Vereinsgelände könne mit Zaun und separatem Eingang versehen werden fürs künftige Bolzen.

Im anschließenden Bürgerfrageblock drehten sich die Fragen beispielsweise um die Nachnutzung des alten Feuerwehrhauses, das möglicherweise Wohnhaus werde, oder den Wunsch nach anfänglicher Assistenz im Tante „M“-Laden. Eventuell werde eine Kraft per Ortsteilbudget finanziert, so OV Wurster. Bestattungsformen, künftige Wohnbebauung Unterer Henkling, Querungshilfen, Sanierung des Mahnmals an der Burbacher Straße und mehr kamen zur Sprache. Ortsvorsteher Wurster wies am Schluss auf den neuen Rundwanderweg im Anschluss an den Spessarter Spechtweg hin und lud alle Interessierten zu den öffentlichen Ortschaftsratssitzungen ein.

Erscheinung
Amtsblatt Ettlingen
Ausgabe 19/2026
von Stadt Ettlingen
05.05.2026
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