
Passionsandachten - Leidensweg Christi
Mit dem Palmsonntag unter der Predigt Markus 14, 1-2, 3-9 begann die Karwoche mit täglichen Andachten mit Kapiteln aus dem Johannesevangelium dem Verrat, der Verhaftung, dem Verhör und der Verspottung Jesu. Claudia Hager-Beil, Hanni Schneider, Gerda Schellenberger, Brigitte Fischer vom Morgenlob schlugen zudem eine Brücke zur heutigen Zeit. Der Kirchenchor unter Dr. Valerie Schnitzer gestaltet eindrucksvoll mit „Lord I strech my hands“ und „O, Please Hear my Prayer“. Weitere melodische Klänge vermittelten den zahlreich Gekommenen in der Stille einen Ort des Gedenkens und der Besinnung.
Gründonnerstag - Gemeinsam am gedeckten Tisch
Bleibet hier und wachet
Mit Gründonnerstag aber beginnen die drei Tage vom Leiden, Tod und Auferstehung Jesu Christi. Die Kirche gedenkt hier besonders des letzten Abendmahls, das Jesus vor seinem Tod mit den Jüngern hielt. In unserer Gemeinde im Ev. Gemeindehaus gab es dazu ein Tischabendmahl mit Unterstützung von Pfarrerin Isabelle Schwiderski, Hanni Schneider, Gerda Schellenberger, Claudia Hager-Beil, Brigitte Fischer und Dr. Valerie Schnitzer am Flügel.
Am Tisch vereint die zahlreich gekommenen Abendmahlsbesucher. Zwölf brennende Kerzen symbolisierten die Jünger und die Nacht, in der alles anders wurde. Das Innerste, das sichtbar wurde, der Kuss Judas als Erkennungszeichen, die Sorge, was mit Jesus geschieht, der am Sabbat heilte, die schlafenden Jünger und Petrus Verleugnung. Nach Gesang und Gebeten und dem Taizélied „Bleibet hier und wachet, wachet und betet“, erloschen nacheinander die brennenden Kerzen. Die Jünger waren gegangen. Die immer noch brennende große Christuskerze zeigte die Hoffnung allen Widrigkeiten zum Trotz, dass nicht die Finsternis das letzte Wort hat. Jesus, das Licht der Welt, das nicht erlischt.
Seid eingeladen am Tisch
Mit Abendmahlsgebet, dem Vaterunser und der Gabenbereitung, der Austeilung des Brotes und des Traubensafts, wurde das Abendmahl zum Gedächtnis gefeiert. Die erlebte Gemeinschaft am gedeckten Tisch mit den liebevoll vorbereiteten Speisen ließ das Abendmahl in Gemeinschaft zu etwas Besonderem werden.
Karfreitag – Christus für uns gestorben
Vor dem mit Trauerflor ausgelegten Altar hielten Pfarrerin Isabelle Schwiderski und Kirchengemeinderätin Miriam Eisenmann den Karfreitagsgottesdienst. Gesang von Charlotte Johansen und Lieder des Kirchenchores unter der Leitung von Dr. Valerie Schnitzer gaben dem Gottesdienst einen feierlichen Rahmen.
Karfreitag. Der dunkelste Tag im Kirchenjahr. Der Tag, an dem in besonderer Weise unser Augenmerk auf das Leiden gelegt und auf das immer allgegenwärtige Kreuz geblickt wird. Worte von Dietrich Bonhoeffer und aus Psalm 22 gingen über auf die Schriftlesung Markus, Kapitel 15. Nach dem gemeinsam gesprochenen Nizänischen Glaubensbekenntnis ging Pfarrerin Schwiderski in ihrer Predigt auf das „Warum“ und das überall präsente Kreuz ein. Und auf die Meinungen, dass dieses Symbol die Menschen herunterziehe, Karfreitag sei ein Un-Tag, der nicht stattfinden sollte.
Dieses „Warum hast du mich verlassen“ fragte schon Jesus im Schmerz und Verlassensein am Kreuz, so Pfarrerin Schwiderski. Heute ebenso die Frage: „Wo bist du Gott, gibt es dich überhaupt, warum hörst du mich nicht“. Eine schnelle Antwort gäbe es nicht. so auch in Anklagen, Benennen, Nicht-Tapfer-Sein und sogar Zweifel-an-Gotthaben-Dürfen, das dürfen wir. Zweifel hat an Karfreitag einen Ort. Jesus zeigt sich am Kreuz tief verletzlich. Sein Tod verbindet uns mit Gott und Untereinander. Das Warum an Karfreitag bleibt und wird Ostern zum Darum. Zum Gedenken an das Leiden und Sterben Jesu Christi am Kreuz mit Blick auf das kommende Ostern und dem Segen ging der Karfreitagsgottesdienst mit einer Bach-Arie würdevoll zu Ende. Bereits am Vormittag fand ein weiterer Gottesdienst im Haus Edelberg statt.
Jesus ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden
Der Osternachtgottesdienst, eine Nacht des Wachens und Betens ist der wichtigste Gottesdienst im Kirchenjahr und feiert die Auferstehung Jesu Christi von den Toten und damit an den Durchgang vom Tod ins Leben. In Neulußheim am frühen Ostermorgen zum Gedenken mit einem Osterfeuer. Symbolisiert wurde das mit dem Anzünden der Osterkerze, dem Licht Christi, mit dem Einzug in die Kirche. Mit einem gemeinsamen Frühstück klang der frühe Ostermorgen aus.
In einem Familiengottesdienst am späten Vormittag, der von Diakonin Hannah Mautner gehalten wurde, ging es um die Frauen am Grab Jesu und die Hoffnung und Wünsche für Andere, Mit der Segnung der Konfis 3 gingen die Ostergottesdienste in Neulußheim mit einem späteren Ostereiersuchen für die Kinder zu Ende.
Renate Hettwer


