Von allen bei uns lebenden Wildtieren ist der Hase eines der bekanntesten. So zaubern prominente Vertreter der Hasen-Familie, wie Roger Rabbit und Bugs Bunny, ein Lächeln in die Gesichter ihrer Fans.
Von heidnischer Hasenverehrung bis Ostern
Jacob Grimm, der ältere der Gebrüder Grimm, spricht in seinem Werk „Deutsche Mythologie“ von einer hasenköpfigen Frühlingsgöttin namens Ostara. Ihr Lieblingstier war der Hase, weshalb man ihn heute noch mit dem ersten Fest im Frühling in Verbindung bringt. Unumstritten ist, dass die Langohren schon in der Antike als Aphrodites Fruchtbarkeitsboten galten.
Viele Feinde sind des Hasen Tod
Anders als Kaninchen bauen Hasen keine Höhlen. Stattdessen drücken sie sich in eine ausgescharrte flache Mulde, die Sasse. Hier liegen die Hasen so, dass sie den Wind in die Nase bekommen. Den meisten Gefahren durch Fressfeinde gehen sie durch bloßes Verharren in der Sasse und bewegungsloses Abwarten aus dem Weg. Bevor das Langohr sich in die Sasse drückt, macht es einen weiten Absprung. Verfolger werden damit getäuscht und können rechtzeitig wahrgenommen werden. Erst direkt vor seiner Entdeckung wird Mümmelmann zum „Hasenfuß“. Er springt auf und sucht hakenschlagend das Weite.
Von Hasenhochzeit und Hasensilvester
Die Fortpflanzungszeit beginnt oft schon im Dezember. Deshalb endet am 31.12. die Jagdzeit, was der Waidmann als Hasensilvester bezeichnet. Bis in den August dauert die Rammelzeit, auch wenn sie im Vorfrühling am auffälligsten ist. Dann sammeln sich die Hasen in sogenannten Hochzeitsgesellschaften, in denen es den ganzen Tag zu lebhaften Verfolgungsjagden kommt. Diese dienen der Paarfindung und -bindung. Die „verheirateten Paare“ bleiben das ganze Jahr zusammen. Die Häsin bringt jährlich drei bis vier Mal zwei oder drei Jungen zur Welt, die nach vier Wochen selbständig sind. Im nächsten Frühjahr nehmen die Jungen dann an der Hasenhochzeit teil.
Einladung zum Offenen Treff im NABU-Garten am 4. April von 9:30 bis 12:00 Uhr.
Bitte vormerken: Auftaktveranstaltung zur Errichtung einer Auffangstation für Wildtiere mit Vorträgen und Diskussionsforum am 16. April 2026 um 20:00 Uhr im Astorhaus Walldorf.