Am Montag, den 9.3. fand an den Gymnasien im Ellental ein pädagogischer Halbtag zum Thema „KI im Unterricht“ statt. Die Lehrkräfte nutzten die Gelegenheit, sich intensiv damit auseinanderzusetzen, wie Künstliche Intelligenz Lehr- und Lernprozesse sinnvoll unterstützen kann. Eingeladen waren Expertinnen und Experten des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL), die in Workshops für die Bereiche Deutsch, Gesellschaftswissenschaften, Mathematik, moderne Fremdsprachen und Naturwissenschaften in das Thema einführten.
Hierbei erhielten die Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in konkrete Einsatzmöglichkeiten von KI-Tools: von der Unterrichtsplanung über die Materialerstellung bis hin zu Korrekturen und personalisiertem Feedback. Zudem stand die Perspektive der Lernenden im Fokus: Wie kann KI helfen, selbstreguliertes Lernen (SRL) zu fördern – also Lernziele zu setzen, Lernwege zu planen, Fortschritte zu reflektieren und Strategien anzupassen?
„Künstliche Intelligenz verändert Schule und Lernen dauerhaft – und dies in einer enormen Geschwindigkeit. Deshalb ist uns als Schule wichtig, dass wir diese Entwicklung und das Lernen gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern aktiv gestalten können“, betonte Schulleiterin Nicole Stockmann vom Gymnasium 1. „Der Halbtag hilft den Lehrkräften, die Möglichkeiten der KI für die Unterrichtsgestaltung und das Lernen noch intensiver zu nutzen und den Unterricht zu bereichern.“
Auch Ingo Knesch, Schulleiter des Gymnasiums 2, unterstrich die Bedeutung des Themas: „KI ist längst Teil des Alltags unserer Schülerinnen und Schüler. Unser Auftrag ist es, den kompetenten und verantwortungsvollen Umgang im Unterricht einzuüben sowie die Chancen und Risiken der KI gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu reflektieren. Hierzu war der Halbtag sehr hilfreich, da er verschiedene Einblicke und Perspektiven auf das Thema sowie die pädagogischen und rechtlichen Grenzen des KI-Einsatzes in der Schule bot.“
Der rege Austausch in den einzelnen Fachbereichen zeigte, dass KI in nahezu jedem Schulfach neue Impulse setzen kann – ob beim Entwickeln individueller Lernpfade, beim Aufbau von Sprach- und Schreibkompetenz oder bei der Analyse naturwissenschaftlicher Daten. Darüber hinaus wurde deutlich, dass Grundlagenwissen, fachliche Kompetenzen sowie Schlüsselkompetenzen wie kritisches Denken, Kreativität, vernetztes Denken, Kooperationsfähigkeit und Transferdenken unabdingbare Voraussetzungen für einen sinnvollen Umgang mit KI und für das Lernen und Arbeiten der Zukunft darstellen. Zudem wurde deutlich, dass mit dem Einsatz von KI neue Formen der Leistungsmessung notwendig werden, die stärker den Lernprozess in den Blick nehmen.
Mit dieser gemeinsamen Fortbildung stärkten die beiden Bietigheimer Gymnasien nicht nur die digitale Kompetenz ihrer Lehrkräfte, sondern auch das Bewusstsein dafür, dass verantwortungsbewusster KI-Einsatz Teil moderner Bildungskultur ist.