Peter Kummer lebte von 1881 bis 1963. Er war in seinem langen Leben Zeuge von entscheidenden Phasen der deutschen Geschichte. Daher sollen in dieser Serie auch die Zeitumstände aufgeführt werden, in denen er gelebt hat.
Dussel, Ebhausen, Heimatbuch (S. 194–199)
Bis Ende 1800 versorgte man sich in Ebhausen im oberen Ort mit Wasser aus den verschiedenen Brunnen, wie dem Hirschbrunnen, Rathausbrunnen und dem Brünnele in der Bronngasse. Im unteren Ort gab es den Brunnen beim Lamm, den Ziegelbrunnen, in dem auch die Forellen vom Waldhorn schwammen, den Wöllhauser Brunnen und eine Quelle beim Haus Holz-Reichle.
Als dann die Zuleitungen zu den Brunnen ersetzt werden mussten, dachte man darüber nach, eiserne Leitungsrohre direkt zu den einzelnen Häusern zu verlegen. Doch die Genehmigungsverfahren dauerten, und es war wohl Ende 1902, als das erste Wasser aus den Leitungen floss.
„Der junge, 1896 geborene Müller Christian Kempf war auf der Höhe der Zeit. Aufmerksam hatte er die technologische Entwicklung verfolgt und erkannt, dass die Wasserkraft der Nagold nicht nur zum Betrieb seiner Mühle, sondern auch zur Stromerzeugung geeignet war. Im Dezember 1903 bewarb er sich offiziell um eine entsprechende Konzession.“ Doch er musste viele bürokratische Hürden überwinden, bis endlich 1905 in Ebhausen das Licht anging – früher als in vielen anderen Gemeinden. (Dussel, s. o.)
Jahrhundertelang war die Flößerei im Schwarzwald ein wichtiger Wirtschaftszweig. Langholz aus dem Schwarzwald wurde auf den Flößen nach Holland transportiert. Von April bis Oktober zogen bis Ende des 19. Jahrhunderts etwa 90 Flöße jeden zweiten Tag durch Ebhausen. Doch das wurde immer problematischer, je mehr die Wasserkraft von Mühlen, Sägewerken und anderen Industriebetrieben genutzt wurde. Die Eisenbahn ersetzte das Transportmittel Floß, die Flößerei wurde zur Touristenattraktion. Vor allem sonntags wurden zum Vergnügen Floßfahrten organisiert. Doch auch das hatte ein Ende, 1913 wurde dann die Flößerei auf der Nagold ganz eingestellt.
(Dussel, s. o., S.191/192).
Wird fortgesetzt
mit Nanni Fingerhut
am Freitag, dem 17. April 2026
von 14:30 bis 16:00 Uhr
im Gemeindehaus (Raum Erdgeschoss, Eingang Parkplatz)
Thema: Leben in den 1970er-Jahren
Nanni Fingerhut hat wieder einiges Interessantes zu diesem Thema vorbereitet.
Wir lassen uns überraschen und freuen uns auf einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.
Die Volkshochschule Oberes Nagoldtal feiert 2026 einen stolzen Geburtstag: 50 Jahre! Was liegt da näher als im Erzählcafé sich mit den 1970er-Jahren zu beschäftigen. Zumal es sich von der Zeit ja an die 50er und 60er Jahre anschließt, die wir in den letzten beiden Erzählcafés als Thema hatten. Spannende Zeiten, die 70er: Ölkrise, Hippie-Kultur, Watergate Affäre, RAF, Brandts Kniefall in Warschau, jede Menge verrückte Kleidung, das sind nur ein paar Stichworte. (Text Nanni Fingerhut)