
Im Malerbetrieb Roller in der Bad Wildbader Dessauer Straße stehen die Zeichen auf Veränderung, auch wenn die Beständigkeit im Vordergrund steht. Zum 1. April 2026 übergibt Inhaber Michael Roller das Zepter an seinen Nachfolger Jan Neher. Damit sichert der erfahrene Malermeister die Zukunft seines Standorts und setzt auf eine Lösung, die im Handwerk heute keine Selbstverständlichkeit mehr ist: Die Übergabe an ein Eigengewächs aus den eigenen Reihen.
Der 26-jährige Jan Neher, der wie die Gründerfamilie aus Enzklösterle stammt, hat seinen Beruf von der Pike auf bei Michael Roller gelernt. Nach der erfolgreich absolvierten Ausbildung legte Neher in den Jahren 2024 und 2025 die Meisterschule ab und bewies mit dem bestandenen Meisterbrief, dass er bereit für die Selbstständigkeit ist. Für die Kunden in Bad Wildbad und Umgebung bedeutet dieser Wechsel vor allem Kontinuität. Das Leistungsspektrum bleibt in vollem Umfang erhalten und reicht wie gewohnt von hochwertigen Fassadenarbeiten bis hin zum kompletten Innenausbau. Besonders wichtig für das Betriebsklima: Jan Neher übernimmt die gesamte Belegschaft, sodass die Kunden auch künftig auf ihre vertrauten Ansprechpartner zählen können.
Mit der Übergabe wird eine lange Handwerkstradition fortgeführt, deren Grundstein bereits im Jahr 1959 gelegt wurde. Damals gründete Theo Roller das Unternehmen in Enzklösterle. Im Jahr 1992 übernahm Michael Roller den Betrieb von seinem Vater und wagte den Schritt in die Selbstständigkeit nach Bad Wildbad. Seit dem Umzug im Jahr 2011 ist das Unternehmen in der Dessauer Straße 8 fest verwurzelt. Während sich im operativen Geschäft wenig ändert, treibt der neue Chef die Modernisierung voran. Der bestehende Instagram-Account wird bereits aktiv genutzt, und als nächstes großes Projekt steht die Gestaltung einer neuen Homepage auf der Agenda, um den Betrieb auch digital für die Zukunft aufzustellen.
Bevor am 1. April offiziell die neue Ära beginnt, wird Ende März im Rahmen eines gemeinsamen Essens mit der gesamten Belegschaft gefeiert und Abschied genommen. Doch ganz weg ist Michael Roller nicht. „Ich bin noch im Hintergrund dabei, mit Rat und auch mit Tat“, verspricht der scheidende Chef. In dieser Übergangsphase will er seinem Nachfolger den Rücken freihalten, bis alle Abläufe perfekt eingespielt sind. So bleibt die Farbe in Bad Wildbad auch in Zukunft in guten Händen – eben eine echte „Meister-Leistung“. (mm)