Das geplante soziale Wohnungsbauprojekt auf dem Areal des ehemaligen „Café Peter“ steht vor dem Aus. Wie Wolfgang Sartorius, Vorstand der diakonischen Einrichtung Erlacher Höhe, auf Anfrage mitteilt, lässt sich die ursprünglich angedachte Umsetzung an der zentralen Calmbacher Ankerkreuzung nicht realisieren. Aus diesem Grund prüft das Sozialunternehmen nun den Verkauf des geschichtsträchtigen Areals.
Die Erlacher Höhe hatte das Gelände der einstigen Bäckerei und des Cafés Ende 2020 erworben, um dort dringend benötigten, bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen zu schaffen. Geplant waren geförderte Sozialwohnungen, die sich optisch in die Umgebung einfügen sollten. Später gab es zudem Überlegungen, das Projekt mit einer Arbeitsmarkt-Integration zu verknüpfen.
Da sich die Pläne in ihrer angedachten Form nun jedoch als nicht umsetzbar erwiesen haben, soll eine Kehrtwende eingeleitet werden. Um in der Angelegenheit ein Stück weiterzukommen und das weitere Vorgehen abzustimmen, befindet sich die Vereinsführung der Erlacher Höhe derzeit in der Terminfindung für ein gemeinsames Gespräch mit der Stadtverwaltung Bad Wildbad.
Von Seiten der Verwaltung signalisiert man bereits deutliches Interesse an einer Übernahme des Geländes. Bürgermeister Marco Gauger betont dazu: "Wir möchten das Areal nach wie vor erwerben und befinden uns dazu im Gespräch mit der Erlacher Höhe."
Das leerstehende Gebäude gilt schon länger als Sorgenkind der Calmbacher Ortsmitte. Da sich das Grundstück offiziell in einem Sanierungsgebiet befindet, hat auch die Stadt Bad Wildbad ein gesteigertes Interesse an einer Neugestaltung des zentralen Bereichs, um mittelfristig unter anderem die dortige Kreuzungssituation städtebaulich zu optimieren. (mm)