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Gemeinderat

Plan für Aussegnungshalle steht

Gemeinderat stimmt Planung einstimmig zu – Förderbescheid über 550.000 Euro liegt vor Die Gemeinde treibt die Modernisierung und Sanierung der Aussegnungshalle...

Gemeinderat stimmt Planung einstimmig zu – Förderbescheid über 550.000 Euro liegt vor

Die Gemeinde treibt die Modernisierung und Sanierung der Aussegnungshalle voran. Massive Feuchtigkeitsschäden am Tragwerk des Dachs machen diese dringend erforderlich. Simon Otterbach vom Planungsbüro Architektur 109 stellte im Gemeinderat die abschließende Planung vor, in die die vielen Anregungen aus der Mai-Sitzung eingeflossen sind. Inzwischen ist auch der Förderbescheid für das Projekt über 550.000 Euro aus dem kommunalen Ausgleichsstock eingegangen.

Der richtige Eingang, die Lage der Toiletten, die Bestuhlung, die Position der Trauerredner und vor allem auch der Turm, diskutierte das Gremium im Mai. Der Zugang bleibt nun wie bisher mittig. Das Vordach werde zurückgebaut, um eine klarere Linie zu erhalten, kündigte Otterbach an. Dem entgegnete Bürgermeister Uwe Seibold, dass ein Vordach schon sinnvoll sei, vielleicht in einer filigranen Glasform. Schließlich stehe dort oft das Kondolenzbuch. „Wenn es regnet, macht man da vielleicht auch den Schirm zu.“ Diese Anregung wird vom Büro aufgenommen.

Zahlreiche strukturelle Veränderungen

Beim Turm hat man sich für die mittlere Variante, also eine leichte Erhöhung, entschieden. Da das Dach ohnehin geöffnet werden muss, kann das gleich genutzt werden, um einen optischen Ausgleich zu schaffen. In der großen Aussegnungshalle wird die eher wuchtige Kanzel auch auf Wunsch der Seelsorger und Trauerredner zurückgebaut. Stattdessen wird die vordere Seite komplett über zwei bis drei Stufen zugänglich gemacht, um freundlicher und zugewandter zu wirken. Die Glasfassade neben dem Eingang wird geschlossen.

Die aktuelle Toilette lässt die Gemeinde zurückbauen und die sanitäre Einrichtung vergrößert, barrierefrei und nach hinten in den Bereich des Turms verlegen. Dadurch entsteht Platz für eine kleine Aussegnungshalle, die entweder als Erweiterung bei großen Trauerfeiern oder ausschließlich für kleinere Beisetzungen genutzt werden kann. Der Zugang erfolgt über einen neuen Windfang von der Seite. In diesem Bereich bleiben die Räume für die Aufbahrung und die Kühlzelle, die saniert werden.

Das Rundbogenfenster zum rückwärtigen Hof weicht mehreren schmalen Fenstern. Auf Anregung von Ulrike Mayer (CDU) hin werden diese bodentief sein.

Alternativen für Bauzeit werden ausgelotet

„Ich denke, durch die Umstrukturierung haben wir viele Dinge wie neue Beerdigungsformen, kleinere Gesellschaften und die Absprachen mit Seelsorgern, freien Trauerrednern und Beerdigungsinstituten abgedeckt“, stellte Uwe Seibold fest. Jürgen Brückner (WGK) fragte noch nach der Bauzeit, denn während dieser kann die Aussegnungshalle nicht genutzt werden. „In der Sanierung ist das immer schwer zu sagen, es hängt auch von der Jahreszeit zum Start ab. Aber ein Jahr ist schnell vorbei“, überschlug Simon Otterbach. Die Gemeinde ist aktuell dabei, Alternativen auszuloten. „Voraussichtlich werden es die evangelische Kirche oder Räume der Bestatter sein“, erklärte der Bürgermeister. Wegen der Aufbewahrung sei man mit den umliegenden Gemeinden im Gespräch. „Wir tauschen uns heute schon aus, wenn es Engpässe in den Kühlzellen gibt.“

Der Gemeinderat stimmte der Planung einstimmig zu. Jetzt müssen die entsprechenden Genehmigungen beantragt werden, sodass voraussichtlich im Frühjahr der Baustart erfolgen kann.

Erscheinung
Nachrichtenblatt – Amtsblatt für die Stadt Bönnigheim und die Gemeinden Kirchheim am Neckar und Erligheim
Ausgabe 40/2025
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Orte
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Kategorien
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