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Planungskommission nimmt Lammerskopf aus dem Regionalplan

Am 21. November hat zunächst der Planungsausschuss des Regionalverbands Rhein-Neckar über den Teilregionalplan Windenergie beraten und...
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https://change.org/lammerskopfFoto: T.Rinneberg

Am 21. November hat zunächst der Planungsausschuss des Regionalverbands Rhein-Neckar über den Teilregionalplan Windenergie beraten und am 12. Dezember beschließt ihn die Verbandsversammlung – und entscheidet damit über die Zukunft der Energiewende in unserer Region. Besonders umstritten ist dabei die geplante Windvorrangfläche am Lammerskopf zwischen Heidelberg und Schönau. Die Höhere Naturschutzbehörde hat die Standorte am Lammerskopf aufgrund des FFH-Gutachtens als plausibel eingeschätzt, hat aber erhebliche Bedenken bei einem 250 Meter langen Teil der aktuell geplanten Zuwegung, weswegen nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Standort im Genehmigungsverfahren abgelehnt wird.

Obwohl Heidelbergs Bürgermeister Eckart Würzner eine sehr engagierte Rede für die Weiterführung der Planung des Windparks Lammerskopf gehalten hat, hat nun die Planungskommission in ihrer Sitzung vom 21.11.2025 mit klarer Mehrheit entschieden, dass der Lammerskopf nicht mehr in der zweiten Offenlage des Regionalplans Windenergie Rhein-Neckar enthalten sein soll.

Wir waren bei der Sitzung dabei und mussten feststellen, dass der Hauptgrund die Angst vor einer dritten Offenlage des Regionalplans ist. Sollte es dazu kommen, wäre der Zeitplan zur Verabschiedung nicht einzuhalten, daher möchte die Planungskommission dies um jeden Preis verhindern.

Allerdings ist dieser Verlauf nicht zwangsläufig - da die zweite Offenlage nun auch ohne den Lammerskopf genug Flächen zur Erreichung des 1,8%-Ziel enthalten muss, kann dieser durchaus zusätzlich enthalten sein und so weiter geprüft werden. Sollten dann noch immer unlösbare Konflikte mit den Schutzzielen des FFH-Gebiets bestehen, kann der Lammerskopf dann immer noch aus dem Regionalplan gestrichen werden, ohne dass eine dritte Offenlage nötig wird. Die Information über die Konflikte bei der Zuwegung waren der Stadt und dem Konsortium nämlich erst kurz vor der Sitzung des Planungsausschusses bekannt geworden.


Das letzte Wort hat nun die Verbandsversammlung am 12. Dezember. Bis dahin lohnt es sich, weiter Unterschriften für unsere Petition für den Erhalt des Lammerskopfes als Windvorranggebiet zu sammeln! An und für sich müssten bei gleicher Verteilung der Lasten zur Erreichung der Energiewende nämlich im Rhein-Neckar-Kreis über 90 moderne Windräder errichtet werden - da wird jedes Gebiet gebraucht.

Erscheinung
Mitteilungsblatt der Stadt Schriesheim
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Ausgabe 48/2025
Dieser Inhalt wurde von Nussbaum Medien weder erfasst noch geprüft. Bei Beschwerden oder Anmerkungen wenden Sie sich bitte an den zuvor genannten Erfasser.
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