
In der Stadtbibliothek Schwetzingen entführte in dieser Woche eine besondere, zweisprachige Märchenbuchlesung junge Zuhörerinnen und Zuhörer in eine poetische Fantasiewelt.
Gemeinsam stellten die Stadtbibliothek Schwetzingen und der Verein Kulturgut im Quadrat das deutsch-ukrainische Märchenbuch „Zuravel – Kranich“ vor. Rund 40 Schülerinnen und Schüler zweier dritter Klassen der Zeyher-Schule hörten aufmerksam zu, denn die Geschichten wurden bewusst in zwei Sprachen vorgetragen – ein Format, das den Kindern besondere Konzentration abverlangte und sie zugleich sichtbar fesselte.
Die Lesung gestalteten Bibliotheksleiterin Saskia Lindenbeck, die die Geschichten auf Deutsch vorlas, sowie Herausgeberin Iryna Dzhava, die die ukrainischen Passagen übernahm. Auf diese Weise wurde Sprache zum verbindenden Element und machte die Erzählungen für alle Kinder lebendig erlebbar.
Begleitet wurden die Texte von großflächig projizierten Illustrationen, die das Publikum in eine fantasievolle Welt entführten. In leuchtenden Farben und mit traditionellen Elementen der ukrainischen Kultur versehen, erwachten Figuren wie Fuchs und Kranich zum Leben und führten durch zauberhafte Landschaften, in denen Drachen, Meerjungfrauen und andere märchenhafte Wesen zuhause sind. Die Veranstaltung war für die teilnehmenden Schulklassen kostenlos. Möglich wurde dies, da das Buch als Non-Profit-Projekt vom Verein Kulturgut im Quadrat gemeinsam mit dem Verlag édition d’Ukraine realisiert wurde. Das im Jahr 2025 erschienene Buch richtet sich an Kinder im Alter von 6 bis 12 Jahren und wird seitdem im Rahmen von Lesungen einem breiteren Publikum vorgestellt.
Im Anschluss an die Veranstaltung nimmt die Stadtbibliothek Schwetzingen ein Exemplar von „Zuravel – Kranich“ in ihren Bestand auf, sodass das Buch künftig von interessierten Leserinnen und Lesern ausgeliehen werden kann. Initiiert wurde das Projekt von Kulturgut-im-Quadrat gUG, deren geschäftsführende Gesellschafterin Erika Schroth der Lesung persönlich beiwohnte. Ein weiteres Ziel der Projektleiterinnen ist es, das Buch auch in die Ukraine zu bringen und dort an Schulen, Bibliotheken sowie in Flüchtlingseinrichtungen zu verteilen. Schwetzingen pflegt seit vielen Jahren eine Städtepartnerschaft mit der ukrainischen Stadt Kozelets und setzt damit ein Zeichen der kulturellen Verbundenheit. (red)