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Poiesis Quartet begeistert am Schönborn-Gymnasium

Ein ganz besonderer musikalischer Vormittag erwartete Klasse 8d des Schönborn-Gymnasiums: Das Poiesis Quartet aus Ohio, USA, stattete der Schule einen...
Ein bekanntes Streichquartett hat am Schönborn - Gymnasium ein kleines Konzert gegeben und hat die Fragen der Schülerinnen und Schüler der 8. Klasse beantwortet. Diese mussten Englisch sprechen, weil die Musiker aus Amerika kamen und kein Deutsch konnten.
Poiesis Quartet beim Klassenzimmerkonzert am SBGFoto: K.Ex

Ein ganz besonderer musikalischer Vormittag erwartete

Klasse 8d des Schönborn-Gymnasiums: Das Poiesis Quartet aus Ohio, USA, stattete der Schule einen Besuch ab und sorgte für ein außergewöhnliches Klassenzimmerkonzert mit anschließender Gesprächsrunde. Initiiert wurde die Begegnung von der Kulturmanagerin Julia Ströbel-Bänsch, die das Projekt Rhapsody in School koordiniert und bereits zum zweiten Mal mit Barbara Lehrian, Musiklehrerin am SBG, kooperierte.

Das Poiesis Quartet überzeugte im Bruchsaler Musiksaal mit technischer Präzision und musikalischer Ausdrucksstärke. Das Ensemble präsentierte unter anderem zwei Sätze für Streicher von Béla Bartók mit einer derart intensiven und dichten Klanggestaltung, dass man sich „wie im Horrorwald“ fühlte, wie einige Schüler später beschrieben. Die musikalische Spannung war förmlich greifbar. „Wie eine Folge aus Tom und Jerry“, war eine weitere Assoziationen aus dem jungen Publikum, denn schnelle Läufe wechselte sich mit noch schnelleren Läufen ab, die musikalische Verfolgungsjagd war eröffnet. Die jungen Streicher Sarah Ying Ma (Violine), Max Ball (Violine), Jasper de Boor (Viola) und Drew Dansby (Cello), faszinierten die Jugendlichen mit ihrer energiegeladenen Spielfreude und mit den überraschenden Klängen, die sie ihren Instrumenten entlockten.

Immer wieder forderte das Ensemble die Klasse dazu auf, ihre Eindrücke und Gedanken zum Gehörten zu formulieren – und das natürlich auf Englisch. Für den Fall, dass jemandem die Worte fehlten, stand die Englischlehrerin Hannah Schöffel unterstützend bereit und half beim Übersetzen. So erfuhr man, dass diese erfolgreichen Musiker schon sehr früh mit Instrumentalunterricht begonnen haben und dass ihnen das Üben nicht immer Spaß mache. Aber das Zusammenspiel, die Auswahl der Stücke und die grandiosen Auftritte entschädigten sie für die Mühen beim Üben. Unterm Strich machten sie Musik „just for fun“,antwortete Max mit schallendem Lachen.

International hat das Poiesis Quartet bereits für große Aufmerksamkeit gesorgt: Neben dem Hauptpreis des Banff International String Quartet Competition (BISQC) erhielten sie den Sonderpreis für die beste Interpretation des Auftragswerks Rapprochement der Komponistin Kati Agócs.

Ein unvergessliches Erlebnis für die Klasse 8d und ihre Musiklehrerin Barbara Lehrian – und ein wunderbares Beispiel dafür, wie inspirierend Musik, zu der man vielleicht erst einmal keinen Zugang hat, wirken kann.

(K.Ex)

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Ausgabe 06/2026
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