Donnerstag, 14.5.2026
ebm-papst-Bezirkspokal Franken – Finale
SGM Niedernhall/Weißbach – Friedrichshaller SV 5:1 (2:0)
Schiedsrichter: Valentino Parys (Brackenheim)
Assistenten: Alessia Jäger, Gustav Schulz, Timon Ulrich
Zuschauer: 1.200
Tore: 0:1 (37.) Adrian Nicolae Radu, 0:2 (39.) Marco Bickel, 0:3 (76.) Adrian Nicolae Radu, 0:4 (80.) Loris Ademaj, 0:5 (85.) Sinan Akin, Eigentor, 1:5 (90.+5) Lars Konstantin Renner
Friedrichshaller SV ist Bezirkspokalsieger 2026
Die Mission Bezirkspokal Franken hat der Friedrichshaller SV am vergangenen Donnerstag mit dem Sieg im Finale gegen die SGM Niedernhall/Weißbach erfolgreich abgeschlossen. Als der FSV nach den Niederlagen in der Liga gegen den FSV Schwaigern, den FC Union Heilbronn und Pfedelbach den Anschluss an die vorderen Plätze verpasst hatte, wurde der Fokus auf den ebm-papst-Bezirkspokal Franken ausgerichtet. Mit dem Einzug ins Cup-Finale wurden die Hoffnungen auf den neuerlichen Pokalgewinn nach fast 18 Jahren geschürt. Mit zwei Bussen und vielen Privat-Pkws haben sich die Spieler und erfreulich viele FSV-Anhänger auf den Weg nach Brackenheim gemacht. Kurz nach 16:00 Uhr erfolgte vor einer stattlichen Zuschauerkulisse der Anpfiff zum Showdown. Zu Beginn der Begegnung war bei beiden Mannschaften etwas Nervosität spürbar, was zunächst zu einer vorsichtigen Spielweise führte. Nach einer Viertelstunde wurden die Torannäherungen des Friedrichshaller SV häufiger und auch gefährlicher. Dann war es Ron Grajqevci, der mit einem Schuss Jonas Foss im gegnerischen Kasten auf die Probe stellte und der Nachschuss von Marco Bickel wurde zur Ecke abgewehrt. Friedrichshall blieb weiterhin aktiv, doch die Abwehr der SGM war aufmerksam und verhinderte zunächst weitere Möglichkeiten. So verging die erste halbe Stunde ohne große Möglichkeiten. In der 37. Spielminute leitete Lukas Ryl einen weiteren FSV-Angriff ein. Über Luca Schumacher landete das Spielgerät bei Adrian Nicolae Radu, der an der Strafraumlinie abzog und die Kugel unhaltbar zum 0:1 in die Maschen setzte. Ein Treffer, der die Friedrichshaller Anhänger in Verzückung versetzte. Und sie durften knapp einhundertvierzig Sekunden später erneut ihre Freude zum Ausdruck bringen. Marvin Knoll hatte den nachgerückten Marco Bickel im Zentrum angespielt und er legte mit seiner Direktabnahme zum 0:2 nach. Der Friedrichshaller SV wollte dieses Zwei-Tore-Polster bis zum Pausenpfiff nicht mehr aufs Spiel setzen und schaltete erfolgreich in den Verwaltungsmodus.
Auch zu Beginn der Halbzeit zwei vertrauten beide Mannschaften zunächst weiterhin ihren Startformationen. Wenn der Kreisliga A-Ligist Niedernhall/Weißbach dem Spiel noch eine Wende geben will, muss bezüglich der Offensive mehr kommen. Dies würde dem FSV entgegenkommen, denn dadurch würden sich mehr Räume für Gegenstöße auftun. Und genau diese bekamen die Salzstädter auch durch Marvin Sieger, der jedoch gleich zweimal das gegnerische Tor nur knapp verfehlte. In der 56. Minute nahm Friedrichshall seinen ersten Wechsel vor. Für Ron Grajqevci kam Jonas Pöllmann in die Partie. Nach dreiundsechzig gespielten Minuten eröffnete sich dem FSV die Riesenmöglichkeit zum 3:0. Nach Ballgewinn passt Yannick Bruck zum völlig blank stehenden Sieger, der in den Lauf von Adrian Nicolae Radu spielt, doch dieser wurde in letzter Instanz vom gegnerischen Kollektiv gestoppt. Im Anschluss daran ließ auch die SGM Niedernhall/Weißbach ihre Gefährlichkeit aufblitzen. Aber zunächst traf ein Angreifer den Ball nicht richtig, sodass Levent Heimannsberg keine große Mühe hatte, den Schuss zu entschärfen, und nach einem Einwurf jagte Jannis Weisler die Kugel über den Kasten. Friedrichshall hatte in der Zwischenzeit noch zweimal gewechselt. Für Yannic Wasser und Marvin Sieger waren nun Loris Ademaj und Jonas Schneider auf dem Rasen. Was fehlte, war der erlösende dritte Treffer. Und der fiel in der 76. Minute. Nach einer zunächst abgewehrten Ecke legte Marco Bickel per Kopfball für Radu auf, und dieser reagierte am schnellsten und traf in die kurze Ecke. Für seinen nächsten Torerfolg benötigte der Friedrichshaller SV nicht ganz drei Minuten. Doppeltorschütze Radu lieferte mit einem langen Schlag die Kugel bei Jonas Schneider auf der rechten Schiene ab. Von dort wanderte das Leder zum frei stehenden Luca Schumacher, der uneigennützig auf Loris Ademaj passte, der sich diese Möglichkeit nicht nehmen ließ. Dann war für den mit Muskelkrämpfen geplagten Yannick Bruck das Spiel zu Ende und Elias Leibel kam zu seinem Einsatz. Sekunden nach dem Anspiel kam das bittere Aus für Marvin Knoll, der anscheinend umgeknickt war und sich am linken Sprunggelenk verletzte. Marvin gute und schnelle Genesung und werde schnell wieder fit. Für ihn kam Matteo Haas in den Schlussminuten in die Partie. Haas war es auch, der an der Entwicklung des fünften Friedrichshaller Tores beteiligt war. Er verlagerte das Geschehen auf Luca Schumacher nach links außen und „Luxes“ Flanke beförderte ein gegnerischer Abwehrspieler mit dem Kopf unhaltbar für seinen Keeper ins eigene Tor. Dies war gleichzeitig auf der Bank und an der Seitenlinie das Startzeichen für das Überstreifen der Sieger-Shirts. Während man beim Friedrichshaller SV sehnsüchtig auf den Schlusspfiff wartete, wollten die Spieler der SGM Niedernhall/Weißbach wenigstens den Ehrentreffer. Ihn erzielte der kurz davor eingewechselte Lars Konstantin Renner im Nachschuss und löste dadurch einen Jubelsturm bei den zahlreich mitgereisten SGM-Fans aus. Trotz des deutlichen Rückstandes hatte die SGM Niedernhall/Weißbach bis zum Schluss dafür gekämpft. Nach fünfundneunzig Minuten beendete Schiedsrichter Valentino Paris ein sehr faires, aber unterhaltsames Pokalendspiel und die Siegesfeier des Friedrichshaller SV begann. Als Erstes bedankten sich die Spieler bei den angereisten Fans und diese spendeten dem neuen Bezirkspokalsieger den verdienten Applaus. Schade, dass außer den Anhängern der beiden Mannschaften kaum weitere Zuschauer der Pokalübergabe beiwohnten. Kapitän Marvin Knoll wurde per Huckepack zur Siegerehrung gebracht, begleitet von den weiteren Captains Yannick Bruck, Lukas Ryl und Yannic Wasser. Natürlich durften im Anschluss daran die obligatorischen Bier- und Sektduschen nicht fehlen. Richtig laut wurde der Jubel, als Geburtstagskind Michael Wodarz den Pott in die Höhe stemmte und natürlich wurde für ihn auch ein Geburtstagsständchen angestimmt. Überglücklich war auch Coach Fabio Schumacher, der sich ab sofort auch Pokalsieger nennen darf. Weil sich die feiernden Spieler nicht vom Ort des Triumphs losreißen konnten, verlagerte sich die geplante Busrückfahrt um fast eine Stunde, doch das machte der guten Stimmung keinen Abbruch. Das schwerste Siegesgeschenk, das 50-l-Fass Bier, schleppten Ron Grajqecvi und Kevin Engelhardt zum Bus. Apropos Busfahrt. Ein ganz dickes Lob an die Fahrerin des Mannschaftsbusses, die nicht nur ihr Gefährt sicher im Griff hatte, sondern auch beim Eintreffen der siegreichen Spieler am Bus mitgejubelt hat. Unter frenetischem Beifall drehte sie im Kreisel vor dem Sportpark sogar noch eine Ehrenrunde. Herrlich auch das Bild, das sich den Spielern beim Aussteigen aus dem Bus geboten hatte. Zahlreiche FSV-Anhänger standen vor dem Eingang zum Sportpark Spalier und feierten den Bezirkspokalsieger 2026. Bei Pizza und Getränken wurde es dann noch eine lange Nacht im Sportpark. Erfreulich und dankenswert ist, dass dem Friedrichshaller SV bei diesem Event so viele Zuschauer den Rücken gestärkt haben, und es wäre noch schöner, wenn diese auch bei den noch ausstehenden Bezirksligaspielen unserer Jungs dabei wären. Wer heute dabei war, wird diesen Tag nicht so schnell vergessen und diejenigen, die nicht anwesend sein konnten, haben wirklich etwas versäumt. „Und wir haben den Pokal, Halleluja!“
Der Friedrichshaller SV bedankt sich bei der Firma Kienzle Media, Neckarsulm und Kolb 92, Gartenbau in Bad Friedrichshall für das Sponsoring der Sieger-Shirts.
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Fazit: Das Finale begann ähnlich wie das letzte Ligaspiel gegen die SG Stetten-Kleingartach. Der Friedrichshaller SV agierte zunächst etwas vorsichtig und holte sich dann mit einem Doppelschlag die verdiente Pausenführung. Auch im zweiten Durchgang waren unsere Jungs das gefährlichere Team, schraubten das Ergebnis in die Höhe und gewannen verdient. Ein niemals aufsteckender Gegner belohnte sich mit dem Ehrentreffer. Coach Fabio Schumacher lobte nicht nur den Gegner, der es für einen Kreisliga-A-Ligisten gut gemacht hatte, sondern schwärmte natürlich auch von der Leistung seiner Jungs.
Mehr Bilder gibt es u.a. auf der Homepage des FSV unter nachstehendem Link:
www.fsv-sport.de/index.php/aktuelles
Aufstellung Friedrichshaller SV: Levent Heimannsberg, Yannick Bruck (80. Elias Leibel), Hans Günther Liebendörfer, Lukas Ryl, Marvin Sieger (71. Jonas Schneider), Luca Schumacher, Marvin Knoll (84. Matteo Haas), Marco Bickel, Adrian Nicolae Radu, Ron Grajqevci (56. Jonas Pöllmann), Yannic Wasser (69. Loris Ademaj)
Bank: Markus Kaminik, Michael Wodarz, Leon Vesa, Pascal Wasser, Fabio Schumacher, Gerton Kelmendi
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