Auch bei der 34. Auflage des Austausches mit dem LO 3 aus Zabrze in Oberschlesien begrüßten wir unsere Gäste in Donzdorf. Alle Beteiligten freuten sich sehr auf das Wiedersehen, nachdem man sich im Oktober schon kennengelernt hat und eine gemeinsame Woche in Polen verbracht hat. Anders als wir reisten die 16 polnischen Schüler mit ihren beiden Lehrerinnen mit dem Bus an, voll Vorfreude in den kommenden Tagen das Schwabenland zu erkunden.
Der erste Ausflug führte uns nach Ulm, wo wir das Münster bestiegen und dank des herrlichen Wetters einen grandiosen Blick auf die Stadt und die Donau genießen konnten. Anschließend ging es ins Fischerviertel, wo die deutschen Schüler mit ihren vorbereiteten Vorträgen die Rolle der Tourguides übernahmen und allerhand Spannendes zu berichten wussten. Natürlich würde der Besuch auch genutzt, um einige lokale Spezialitäten wie Maultaschen oder Linsen mit Spätzle zu kosten. Der zweite Ausflug führte die Gäste aus Polen nach Esslingen, wo in der Altstadt viel über das Mittelalter am Neckar gelernt werden konnte, anschließend kehrte man zurück in die Neuzeit und konnte im Mercedes-Museum die Geschichte des Automobils entdecken. Dieser Programmpunkt war für viele polnische Schüler das absolute Highlight des Aufenthalts im Schwabenland. Am Mittwoch startete der Tag mit dem Besuch des Unterrichts, anschließend wurden die Gäste aus Polen im Rathaus empfangen. Neben vielen Informationen zu Donzdorf gab es auch eine Brezel. Nach der Rückkehr beschäftigten wir uns in einem Projekt mit den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den beiden Nachbarländern, entgegen aller Vorurteile konnten wir sehen, dass die beiden Länder und der Alltag darin gar nicht so verschieden sind. Den Nachmittag nutzten dann viele Familien, um private Ausflüge in die nähere Umgebung zu machen. Am darauffolgenden Tag ging es nach Stuttgart, leider war uns der Wettergott nicht mehr ganz so gut gesinnt und Regen und Wind sorgten für einen recht kurzen Aufenthalt auf dem Fernsehturm. Anschließend folgte ein kurzer Rundgang durch die Stadt und der Besuch im Haus der Geschichte. Am Nachmittag konnten sich dann alle Beteiligten noch vom reichen Warenangebot in der Königstraße überzeugen. Der letzte Ausflug führte uns dann noch ins nahegelegene Göppingen, wo wir das Märklineum besuchten. Nach der Rückkehr endete das offizielle Programm. Der letzte freie Nachmittag wurde aber von allen noch für gemeinsame Unternehmungen genutzt. Aber leider vergeht schöne Zeit viel zu schnell und bereits am nächsten Tag hieß es dann für alle Abschied nehmen, jedoch nicht ohne das Versprechen im Gepäck, weiterhin in engem Kontakt zu bleiben.
Nica Dieffenbacher