
Der Jahreswechsel ist im Bereich des Polizeipräsidiums Karlsruhe überwiegend ruhig verlaufen. Nach Angaben der Polizei blieb das Einsatzgeschehen trotz erhöhter Präsenz und zahlreicher Feiernder weitgehend unter Kontrolle.
Die Polizei habe nach eigenen Angaben um Mitternacht mit zusätzlichen Kräften eine starke Präsenz gezeigt. Im gesamten Zuständigkeitsbereich kam es jedoch zu mehreren kleineren Körperverletzungen und vereinzelten Fällen unsachgemäß gezündeten Feuerwerks.
Auch die Feuerwehr war in der Silvesternacht mehrfach gefordert. Die Polizei registrierte zahlreiche kleinere Brände – etwa an Mülleimern, Containern oder Hecken. In Graben-Neudorf geriet zum Beispiel eine Garage in Brand, das Feuer griff auf ein angrenzendes Wohnhaus über. Eine Frau erlitt leichte Verbrennungen, das Gebäude ist derzeit unbewohnbar.
In Karlsbad-Langensteinbach brannte durch einen fehlgeleiteten Feuerwerkskörper eine Sitzgruppe auf einem Balkon. Der Schaden liegt hier bei etwa 10.000 Euro.
In Karlsruhe-Waldstadt wurde eine Polizeistreife aus einer Gruppe Jugendlicher heraus mit einer Rakete beschossen, ein Verdächtiger daraufhin vorläufig festgenommen. In Durlach sprengten Unbekannte einen Zigarettenautomaten, die Ermittlungen laufen. In Malsch gab es keine größeren Vorfälle.
Auch landesweit waren Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste in der Silvesternacht im Dauereinsatz. Nach Angaben des Innenministeriums gab es Hunderte Einsätze, darunter mehrere Brände mit insgesamt drei Toten in Bonndorf, Lenzkirch und Giengen.
Trotz einzelner Zwischenfälle zogen die Behörden insgesamt eine positive Bilanz. „Der Jahreswechsel verlief aus polizeilicher Sicht unauffällig“, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Karlsruhe. (jay)