Trickbetrug, neue Masche, um Geld zu ergaunern: Betrüger geben sich am Telefon als Mitarbeiter von Pflegestützpunkten aus.
Derzeit gebe es im Kreis Göppingen Hinweise auf betrügerische Telefonanrufe, bei denen die Anrufer Bürgerinnen und Bürger kontaktieren und sich fälschlicherweise als Mitarbeitende der Pflegestützpunkte ausgeben, schreibt das Göppinger Landratsamt in einer Mitteilung. Ziel dieser Täuschung sei es, Vertrauen zu erschleichen, an persönliche Daten zu gelangen oder Betroffene zu unnötigen, beziehungsweise kostenpflichtigen Leistungen zu bewegen. Die Anrufer wirkten häufig professionell und vertrauenswürdig, gaben vor, im Rahmen der Pflegeberatung tätig zu sein, und boten vermeintliche Unterstützung bei Anträgen oder Leistungsprüfungen an, beschreibt das Landratsamt.
„Dabei bauen sie gezielt Druck auf und drängen auf schnelle Entscheidungen“.
Möglicherweise werde auch versucht, kurzfristig Hausbesuche zu vereinbaren - offenbar mit dem Ziel, direkten Zugang zur Wohnung zu erhalten.
Die Pflegestützpunkte im Landkreis weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie keine unangekündigten Telefonanrufe durchführen, um persönliche Daten abzufragen oder Verträge abzuschließen.
Die Pflegestützpunkte beraten Bürgerinnen und Bürger kostenfrei und sind ausschließlich auf lnitiative der Ratsuchenden tätig. Hausbesuche erfolgen nur auf ausdrücklichen Wunsch und nach vorheriger, transparenter Terminvereinbarung. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pflegestützpunkte fordern niemals dazu auf, kostenpflichtige Verträge mit ihnen abzuschließen.
Betroffene sollten am Telefon gegenüber Anrufern, die sie nicht kennen, keine Angaben zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen machen. Auch sollte man sich nicht unter Druck setzen lassen und das Gespräch beenden, wenn etwas ungewöhnlich erscheint. Hausbesuche sollten strikt abgelehnt werden. Auf keinen Fall solle man die Anschrift weitergeben, sofern man nicht selbst den Pflegestützpunkt angerufen und dabei um einen Hausbesuch gebeten habe, rät das Landratsamt.
,,Sensibilisieren Sie insbesondere ältere oder pflegebedürftige Angehörige oder Nachbarn für diese Betrugsmasche", schreibt das Landratsamt. Wer einen entsprechenden Anruf erhalten habe oder betroffen sei, solle sich an die Polizei wenden und den zuständigen Pflegestützpunkt informieren.
Der Pflegestützpunkt im Landkreis Göppingen erreichen Sie unter 07161 / 202-4023
E-Mail: pflegestuetzpunkt@lkgp.de
