Am Sonntag, den 10. Mai, fand die große Aufführung der Tanzabteilung der Musik- und Kunstschule Winnenden, Berglen, Leutenbach und Schwaikheim (MKS) in Kooperation mit Jannas Dance Arts unter dem Titel „Mikrokosmos – Kreislauf des Lebens“ statt.
In der ausverkauften Hermann-Schwab-Halle erlebten die Gäste eine berührende und mitreißende Aufführung, in der rund 160 Beteiligte die Elemente Wasser, Luft, Feuer und Erde sowie darin vorkommende Lebewesen tanzend verkörperten.
Die Leiterinnen Sandra Fischer-Grogan und Janna Vlastaridou hatten eigens für diesen Abend insgesamt 18 Choreografien für ihre Tanz-Ensembles verschiedenster Altersstufen entwickelt, die sich sehr harmonisch zu einem großen Ganzen fügten.
Die Tänze um die vier Elemente, die Lebewesen sowie weitere thematisch ergänzende Szenen wie „Regenbogen“, „Nacht“ und „Himmel“ verzahnten sich in lebendigem Wechsel und wurden von Formationen unterschiedlicher Größe in verschiedenen Tanzstilen und Kostümen dargeboten.
Bei der Szene Spinnen entstand der Eindruck, aus allen verbundenen Armen und Beinen würde sich eine riesige Spinne formen, um sich dann wieder in eine Schar kleiner Spinnen zu verwandeln.
Beim Element Feuer, begleitet von Carl Orffs sich dramatisch zuspitzender Musik im „O Fortuna“, tanzte das Ensemble kraftvoll und präzise. Das Züngeln der Flammen wurde durch den kunstvollen Einsatz von roten Bändern besonders anschaulich dargestellt.
Wunderbar in Bewegung übersetzten die Tänzerinnen in blauen Kleidern auch das Element Wasser. Die eleganten und harmonischen Figuren und Bewegungen erinnerten an Fließendes und Perlendes, an Strömendes und Erfrischendes.
Beim Element Luft schließlich beeindruckte das Ensemble mit filigranem Spitzentanz. Fast schwebend schienen die Tänzerinnen dabei; und diese Leichtigkeit vermittelte etwas Erhebendes, das folgerichtig direkt in die Szene Himmel mündete, begleitet dann von „Knocking on Heavens Door“.
Neben den überzeugend präsentierten Tänzen boten auch die detailreich und fantasievoll gestalteten Kostüme Farbenreichtum und Momente des Staunens: schillernde Libellenflügel, bunte Schmetterlinge, Marienkäfer und Bienen wechselten sich ab mit zeitlos schönen klassischen Kleidern des Balletts.
Wie alles ineinander wirkte – die hervorragend getanzten Choreografien, die passend abgestimmte Beleuchtung, das Bühnenbild, die fein ausgewählte und einnehmende Musik, die Kleider und Kostüme – das war tatsächlich ein Mikrokosmos und so stimmig, dass in dieser Gesamtheit ein Erlebnis von seltener Poesie und Schönheit entstand.
Das Publikum dankte es den Beteiligten mit begeistertem Applaus.
Dieser Abend wird sicher noch lange bei vielen nachhallen, die ein Teil davon waren, sei es auf oder jenseits der Bühne.


