Im Rahmen des landesweiten Schutzprojektes „KiebitzLand“ werden ab diesem Jahr beide Flächen am Riedbrunnen und Eberbach mit Rindern beweidet. Die Elektrozäune wurden letzte Woche in Betrieb genommen, da sie Prädatoren, wie den Fuchs oder Waschbär aus dem Kiebitz-Schutzgebiet fernhalten sollen. Bodenbrüter wie z.B. Kiebitz oder Bekassine erleiden immer wieder große Verluste, wenn ihre Nester geplündert werden. Die Weidetierhaltung bringt große Vorteile für den Artenschutz. Zum einen wird der Bewuchs kurz und in unterschiedlicher Höhe gehalten, da viele Bodenbrüter Offenlandflächen mit guter Übersicht bevorzugen. Gleichzeitig entstehen Trittstellen in den Feuchtbereichen und der Dung lockt Insekten an, was zu einem besseren Nahrungsangebot führt. Neben den Kiebitzen profitieren also auch viele andere Feldvögel, wie z.B. Feldlerchen, Wiesenpieper, Braun- oder Schwarzkehlchen. Die neu geschaffenen Strukturen mit Schwarzbrachen und Flachwasser-Blänken locken teilweise seltenste Vogelarten, wie z.B. Wald-, Bruchwasserläufer, Rot-, oder Grünschenkel an. Am Eberbach ist dieser neue Naturraum hauptsächlich durch den Biber entstanden. Zwischenzeitlich ist der NABU Dunningen im Besitz von 1,7 ha, die teilweise überflutet werden durch die Dämme der Biber. Die Nähe der beiden Gebiete ist ideal für den Biotopverbund, der allerdings noch verbessert werden könnte.