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Premiere "Gott wartet an der Haltestelle"

Schauspiel von Maya Arad Yasur Ein Selbstmordattentat in Israel. Kurz davor hat die Soldatin Yael die Krankenschwester Amal ohne Passierschein ins Land...
Zwei Frauen stehen an einem Grenzübergang. Eine ist Soldatin, die andere eine einfache Frau. Die Frau läuft auf die Kamera zu und versteckt ihr Gesicht unter einem Kopftuch. Die Soldatin sieht ihr hinterher.
Gott wartet an der HaltestelleFoto: Manuel Wagner

Schauspiel von Maya Arad Yasur

Ein Selbstmordattentat in Israel. Kurz davor hat die Soldatin Yael die Krankenschwester Amal ohne Passierschein ins Land gelassen. In Rück- und Vorblenden erzählt Maya Arad Yasur von einer Welt, die gefangen ist im Kreislauf von Gewalt und Rache.

Maya Arad Yasurs Schauspiel „Gott wartet an der Haltestelle“ in einer Inszenierung von Intendant Wolf E. Rahlfs hat am Samstag, 21. Februar 2026, um 19.30 Uhr, im Großen Haus des Stadttheater Premiere. Vor der Vorstellung gibt es um 19 Uhr eine Einführung im oberen Foyer.

Ein Kontrollposten zwischen Israel und dem Westjordanland. Da ist Yael, eine israelische Soldatin, die ihr Land an der Grenze beschützen will. Ihr gegenüber steht Amal, eine palästinensische Krankenschwester. Yael hat in der Vergangenheit Amal und ihrem schwerkranken Vater bereits die Einreise wegen fehlender Dokumente verwehrt.

Auch diesmal hat Amal keinen Passierschein. Doch Yael empfindet Mitleid mit ihr und lässt die schwangere Amal ins Land – ein Akt von Menschlichkeit? Kurze Zeit später explodiert eine Bombe in einem israelischen Restaurant. Ein Selbstmordanschlag, der 30 Menschen in den Tod reißt – eine Verzweiflungstat, ausgeführt von Amal. Nach einem Leben im Flüchtlingslager in ihrer eigenen Heimat Palästina, nach der Tötung ihres Bruders durch das israelische Militär und den Tod ihres Vaters an der Grenze hatte sie der Manipulation durch radikale Kräfte nichts mehr entgegenzusetzen.

Die israelische Autorin Maya Arad Yasur untersucht persönliche Schicksale zwischen Selbst- und Fremdbestimmung im Nahostkonflikt. Es geht ihr dabei nicht um Zuweisung oder Zurückweisung von Schuld, sondern um den Versuch, sich den Menschen in zwei Gesellschaften zu nähern, die in einem so asymmetrischen wie fatalen Kreislauf von Gewalt feststecken.

Das Regieteam und die Schauspielenden erhalten fachliche Begleitung von zwei Expert*innen mit israelischem und palästinensischem Hintergrund. Sie unterstützen die Inszenierung hinsichtlich kultureller und gesellschaftlicher Fragen, um ungewollte rassistische oder antisemitische Reproduktionen zu vermeiden.

Im Anschluss an die Premiere lädt die Badische Landesbühne zu einer öffentlichen Feier mit Live-Musik und Bewirtung ein. Mit freundlicher Unterstützung des Premierenpartners Sparkasse Kraichgau.

Karten:

Badische Landesbühne, 07251/727-23

Touristinformation H7 07251/50594-61

www.reservix.de

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Ausgabe 08/2026
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