Die Bürgerinitiative Pro Wind Energie Weingarten bedankt sich nach dem Bürgerentscheid ausdrücklich für die große Beteiligung der Weingartnerinnen und Weingartner. Mit einer hohen Wahlbeteiligung von 71,9 Prozent am Sonntag, 8. März, setzten die Bürger ein deutliches Zeichen für aktive Bürgerbeteiligung. Beim Bürgerentscheid über die Verpachtung der gemeindeeigenen Flächen am Hinteren Heuberg für die Errichtung von drei Windkraftanlagen votierten 57,4 Prozent der Abstimmenden mit „Ja“, 42,6 Prozent mit „Nein“.
„Die große Beteiligung zeigt, dass die Menschen in Weingarten Verantwortung übernehmen und sich aktiv mit der Zukunft unserer Gemeinde beschäftigen“, erklärt die Initiative. „Dafür danken wir allen Wählerinnen und Wählern – sowohl den Ja-Stimmenden als auch den Nein-Stimmenden.“
In den vergangenen Wochen war das Thema in der Gemeinde intensiv diskutiert worden. Informationsveranstaltungen, Gespräche und viele persönliche Begegnungen zeigten, wie groß das Interesse an der zukünftigen Entwicklung der gemeindeeigenen Flächen und an der Rolle der erneuerbaren Energien vor Ort ist. Unter dem Leitgedanken „Weingarten denkt weiter“ setzten sich Weingartner Bürger dafür ein, Chancen für eine nachhaltige Energieversorgung zu prüfen und gleichzeitig die langfristige Entwicklung der Gemeinde im Blick zu behalten.
„Für uns bedeutet das vor allem, Verantwortung für kommende Generationen zu übernehmen“, betont die Initiative. „Die Entscheidungen, die wir heute treffen, wirken weit über unsere eigene Zeit hinaus. Deshalb war es uns wichtig, die Diskussion offen zu führen und möglichst viele Menschen einzubeziehen.“
Zugleich hebt die Bürgerinitiative hervor, dass die Diskussion trotz unterschiedlicher Positionen überwiegend sachlich und respektvoll geführt wurde. „Demokratie lebt davon, dass Menschen unterschiedliche Meinungen haben und diese austauschen. Wichtig ist, dass wir dabei im Gespräch bleiben.“ #Für die Initiative stehen weiterhin die Grundsätze transparent, verantwortungsbewusst und gemeinsam im Mittelpunkt. Auch nach dem Bürgerentscheid wolle man den weiteren Prozess aufmerksam begleiten und den Dialog mit der Bürgerschaft fortsetzen. „Das Ergebnis ist ein wichtiger Schritt für unsere Gemeinde.“
Die Initiative hofft, dass es allen Beteiligten gelingt, die entstandenen Gräben zuzuschütten und zu einer sachlichen, zielorientierten Zusammenarbeit zu kommen, die von gegenseitiger Achtung geprägt ist. (wb/red)