
Das seit 2016 erfolgreich bestehende Projekt „Gemeinsam statt einsam“ fand am letzten Freitag, gewissermaßen als Jubiläumsprojekt, für dieses Jahr sein vorläufiges Ende. Bei einem Projekt handelt es sich um ein einmaliges und zeitlich begrenztes Vorhaben, so die Definition Projekt. Es muss einen Beginn und ein Ende haben sowie ein konkretes Ziel unter Berücksichtigung von Vorgaben, Qualität und sollte einmalig sein.
All das traf auch in diesem Jahr auf das Projekt „Gemeinsam statt einsam“ zu. Begonnen hatte es Anfang Januar mit Rindfleisch und Meerrettich und endete nun nach acht Wochen mit Wildschweingulasch, Spätzle und Salat. Und ein Ziel hatte auch dieses Projekt: Gemeinschaft am gedeckten Tisch mit einem qualitativ schmackhaften Mittagessen, das Menschen verbindet. Und einmalig sei das Projekt allemal, so die vielen positiven Rückmeldungen der Gäste. Und wie sagte ein Gast „Für mich war das jedes Mal wie Sonntag“. Ein schöneres Lob konnte das Team doch nicht bekommen.
Gedanke war und ist, so die beiden Teamleiter Gerda Schellenberger und Dr. Ralf Wagner, für jedermann ein gutes, schmackhaftes Essen anzubieten. Und dass es in Gemeinschaft immer besser schmeckt, zeigten die vielen Gäste, ob jung oder alt, die an den acht Freitagen im Gemeindesaal am gedeckten Tisch Platz nahmen.
Alle Zutaten der bodenständigen Gerichte, überwiegend aus regionalem Anbau, wurden morgens vom großen Küchenteam um Gerda Schellenberger und Dr. Ralf Wagner mit Dorle Konrad, Agnes Schmidt, Christa Brenner, Dagmar Engelhardt, Christina Schmitz, Barbara Weber, Jutta Roth, Kerstin Petrauschke, Ulla Kilian und Willi Schneider, zubereitet. Jeden Freitag für etwa 80 bis 100 Gäste ein Essen zuzubereiten, ist schon eine Herausforderung. Das Team Auf- und Abbau mit Ingolf Hennig, Claus Fitterling, Hannes Nowack, Josef Schellenberger und Roland Ratzek kümmerten sich um das Stellen der Stühle und Tische, wobei der Bauhof auch hilfreich zur Seiter stand. Das Serviceteam mit Bruno Schmidt, Jutta Fischer, Claudia Hörger, Karin Ruinies Hennig, Inge Ullrich, Doris Sand und Renate Hettwer standen bereit, die Gäste zu bewirten. Und für eine blitzsaubere Küche sorgten zusätzlich das Abwaschteam mit Katharina Thorn, Marianne Seitz und Ingrid Rausch.
Pfarrerin Isabelle Schwiderski dankte dem Team für sein unermüdliches Wirken und auch den etwas über 100 Gästen für ihr Kommen. Dank ging auch an alle Sponsoren, die das eine oder andere zum Gelingen beigesteuert hatten. Brötchen vom Bauer Bäcker, Gemüse vom Biohof Merz, Rabatt vom Obsthof Hoffmann, Rote Bete und Essig von Ursula Lösch, Eier vom Scheunenladen Michael Brandt, Bratwürste der Firma Cornelius und der großzügigen Spende von Jürgen Saam. Nicht nur dem Team Danke sagen, sondern auch Gott, so die Pfarrerin. Sie zeigte Bilder der zweiten Klasse, die zeichnen sollten, wie Gott eigentlich für uns sei. „Gott ist wie Himbeereis oder wie der Holiday-Park und auch wie eine Familie, so die kleinen Künstler. Ganz selbstverständlich brachten die Kinder die guten Dinge des Lebens mit Gott in Verbindung.
Und so hieß es nun nach dem servierten 4-Gänge-Menü, Blumenkohlcremesuppe, Wildschweingulasch, Preißelbeeren, Spätzle und Salat und als kleines Trostpflaster als Krönung ein ofenwarmer Streusel-Zwetschgenkuchen, Abschied zu nehmen. Dabei darf nicht unerwähnt bleiben, dass das zarte Wildschweinfleisch eine großzügige Stifterin hatte. Das Team einhellig: „Unser ehrenamtliches Projekt hat wieder viel Freude gemacht und motiviert uns, es auch im kommenden Jahr weiterzuführen. Diese Zeit, die wir gemeinsam im Team und mit den Gästen geteilt haben, war wieder etwas Schönes und ganz Besonderes. Und das hörten die Gäste gerne und dankten mit einem großen Applaus.
Renate Hettwer