Mit jeweils drei Siegen und Niederlagen sowie einem Unentschieden haben die Tischtennismannschaften des FSV vergangenes Wochenende aufaddiert eine unterm Strich genau ausgeglichene Bilanz erspielt, was sich analog zu einem 8:8-Unentschieden in einem Punktspiel mit Blick auf die Statistik gar nicht mal so häufig ergibt.
Zunächst feierte unsere erste Seniorenmannschaft im zweiten Rückrundenspiel ihren ersten Erfolg im Jahr 2026: Gegen den TSV Untereisesheim erspielte man sich einen 6:3-Erfolg, der mit Blick auf die Sätze aus einem letztlich fast genauso knappen und spielerisch engen Schlagabtausch resultierte wie die unglückliche Niederlage gegen die Sportvereinigung Oedheim genau eine Woche zuvor. So lautete das Satzverhältnis hier diesmal „immerhin“ 22:18, während man in der Vorwoche beim 3:6 gar nur mit der Differenz von einem Satz das Nachsehen gehabt hatte.
Ungeachtet dessen muss man unserer Truppe hier zugutehalten, dass sie vom Start weg alles in die oftmals zitierte Waagschale warf: Abgesehen von der Niederlage im Eingangsdoppel, in welchem unsere „Huck-Brothers“ mit 2:3 in einem Spiel auf Augenhöhe, das im Grunde charakteristisch für die gesamte Begegnung war, das Nachsehen hatten, führten unsere Altherren vom Start weg. Und diese Führung gab man bis Spielende, das sich zugegeben fast etwas dramatisch gestaltete, nicht mehr aus der Hand. So sollte die Niederlage unseres Vierers Armin „Jack“ Frey nicht mehr zu Buche schlagen, da Christian Huck in seinem schwer erkämpften Fünf-Satz-Erfolg gegen den Untereisesheimer Dreier zwar spät, aber immerhin doch noch auf Touren kam und so den sechsten FSV-Zähler sicherstellte.
Mit zwei Erfolgen und ohne Niederlage als Mann des Spiels auf FSV-Seite erwies sich Jochen Stierle, der Nervenstärke bewies und seine beiden Einzelpartien jeweils im fünften Durchgang gewann. Zudem ohne Niederlage blieb Armin „Jack“ Frey und unserem Zweier Andreas Huck gelang es, mit dem Untereisesheimer Einser wohl einen der besten Einzelakteure dieser Liga niederzuringen. Ein geschlossener Mannschaftserfolg also, und dem ist wahrlich nichts hinzuzufügen.
Währenddessen weilte unsere dritte Herrenmannschaft im Freitagabendspiel beim Turn- und Sängerbund Horkheim, kurz auch TSB: Am Ende der annähernd drei Stunden Spielzeit verließ unsere Dritte die grünen Tische mit einem 9:5-Erfolg. Und dieser Auswärtssieg war auch hier das Resultat einer geschlossenen Mannschaftsleistung, in der unsere Herren ebenfalls vom Start weg – und entgegen der jüngsten Spiele – loslegten wie die sprachlich oftmals bemühte Feuerwehr: Mit zwei gewonnenen Eingangsdoppeln durch unsere beiden FSV-Formationen Jochen Bender/Jürgen Toberer und Martin Greis/Frank Rebmann legte man den Grundstein zum doppelten Punktgewinn, auch wenn das Match bis zum zwischenzeitlichen 3:3 ausgeglichen bleiben sollte.
Als „lucky loser“ im Sinne des „glücklichen Verlierers“ erwies sich an diesem Tag auf FSV-Seite unser Youngster Hendrik Ostertag, der beide Einzel wie auch das Doppel zusammen mit Marvin Bruna verlor, sich im Anschluss daran aber umso mehr über den Sieg seiner Mannschaft freuen durfte.
Nach weniger als 24 Stunden war man dann erneut gefordert: In der heimischen Kocherwaldhalle wartete die TG Böckingen 2, ihres Zeichens Tabellenzweite, womit die Ausgangslage dieses direkten Aufeinandertreffens des Tabellenführers gegen den ersten Verfolger mehr als eindeutig war: Man wollte die Tabellenführung um jeden Preis verteidigen. Und dieses Minimalziel sollte unsere Dritte dann auch erreichen, auch wenn es „nur“ zu einem 8:8-Unentschieden reichte; vielleicht auch, weil man noch die Partie des Vorabends in den Knochen hatte.
Trotz eines mehr als vielversprechenden Starts, in welchem gleich alle drei FSV-Doppel stachen, sah man sich urplötzlich einem 3:5-Rückstand gegenüber, den die Gäste sogar bis zum zwischenzeitlichen 6:8 aus Sicht unserer Dritten aufrechterhielten. Nur gut, dass unsere Truppe hier Moral zeigte und die beiden letzten zu vergebenden Zähler für sich verbuchte: Durch Frank Rebmann verkürzte man auf 7:8, ehe es – einmal mehr, kann man fast schon schreiben – unseren Punktegaranten Nummer eins Jochen Bender/Jürgen Toberer mit ihrem zweiten Doppelstreich dieser Begegnung vorbehalten sein sollte, den letzten zu vergebenden Zähler in einem blitzsauber herausgespielten Drei-Satz-Sieg auf die FSV-Seite zu ziehen. Und so das 8:8-Unentschieden sicherzustellen – womit unserer Mannschaft das kleine Kunststück gelang, gleich alle vier Doppel für sich zu entscheiden, was sich letztlich und numerisch mit Blick auf die acht erzielten Punkte betrachtet immerhin als „die halbe Miete“ erweisen sollte. Zudem stehen diese vier gewonnenen Doppel exemplarisch dafür, wie wichtig es ist, auch in dieser Sparte trainingstechnisch, vor allem aber im Hinblick auf eine schlagkräftige Zweier-Kombination, immer am Ball zu bleiben.
Mit diesem dreifachen Punktgewinn hat unser drittes Herrenteam seine Punkteausbeute auf beachtliche 17:7 Zähler ausgebaut und seinen ersten Tabellenrang in der Kreisliga A2 bei noch vier ausstehenden Begegnungen untermauert.
Zeitgleich waren unsere Damen gefordert: Mit der Begegnung gegen die Sportvereinigung Oedheim 2 stand ein Derby ins Haus und auch hier sollten sich unsere Damen keine Blöße geben:
Gegen eine Gästemannschaft, die zum einen personell alles andere als aus dem Vollen schöpfen konnte und deren dann an den Tischen spielende Akteurinnen zum anderen wahrlich nicht ihren besten Tag erwischt hatten, landeten unsere Blau-Weißen einen mehr als deutlichen 8:1-Erfolg. Dies lässt sich an den gerade einmal vier Sätzen ablesen, die man den doch immerhin viertplatzierten Oedheimerinnen gestattete.
Immerhin verteilten diese jene vier Durchgänge ökonomisch, was heißen soll, dass die vierte Oedheimer Spielerin derer drei in ihrem Einzelmatch gegen unsere „Grande Dame“ Roberta Walk erzielte, was folglich mit dem Oedheimer Ehrenpunkt gleichzusetzen war.
Abgesehen davon aber ließen sich eben unsere Älteste im Team wie auch deren Mitspielerinnen Anja Wasser, Fabienne Reuter und Mira Sophie Reinhart nicht von ihrem Kurs abbringen, sodass der doppelte Punktgewinn nach gerade einmal etwas mehr als eineinhalb Stunden Spielzeit in trockene Tücher gebracht war. Womit man sich weiterhin auf dem ersten Rang der Bezirksklasse befindet und es in knapp zwei Wochen mit Blick auf die durchaus zu verwirklichende Meisterschaft zum Aufeinandertreffen mit dem unmittelbaren Konkurrenten TSV Meimsheim kommt, der gerade einmal zwei Gegenpunkte mehr, dafür aber die deutlich bessere Spielpunktedifferenz aufweist. Da liegt es quasi auf der Hand, dass diese Begegnung mehr als wegweisend für den weiteren Saisonverlauf unserer weiblichen FSV-Fraktion sein dürfte.
Bereits jetzt drücken wir unseren Damen beide Daumen für einen ähnlich positiven Spielausgang im Hinspiel, als man bei den Gastgeberinnen ein Unentschieden erzielte.
Zudem trat unsere vierte Herrenmannschaft an diesem prall gefüllten Sportsamstag an, an welchem immerhin vier FSV-Mannschaften ihre Begegnungen zeitgleich in der Kocherwaldhalle austrugen: Gegen den TSV Weinsberg gab ein FSV-Routinier sein Comeback am grünen Tisch, der zum letzten Mal vor etwa drei Jahren im blau-weißen Tischtennis-Dress in einem Verbandsspiel aufgeschlagen hatte und diesem sportlich-spielerisch betrachtet in keinster Weise entwachsen war: Unser FSV-Veteran Ottmar Leibfried agierte in der Partie gegen den TSV Weinsberg 2 (fast) wie zu seinen besten Zeiten. Obwohl ihm bei der 4:9-Niederlage seiner Mannschaft kein Einzelerfolg gelingen sollte – in seinem leider einzigen Einzelmatch dieser Partie unterlag er nach großem Engagement äußerst unglücklich in der Verlängerung des fünften Durchgangs – errang er im Doppel an der Seite des anderen FSV-Etablierten Rainer Meßner einen durchaus beachtlichen Drei-Satz-Erfolg für unser Team. Fortsetzung durchaus erwünscht.
Die restlichen drei Zähler gegen die Gäste aus der Justinus-Kerner-Stadt verbuchten für unser Team Reinhold Schulz und Thomas Merz, und zwar jeweils mit einem Einzel wie auch in Gemeinschaftsarbeit durch ihren Doppelerfolg. Zu mehr sollte es gegen die Gästemannschaft nicht reichen, wohl auch, da man trotz, wie oben angeführt, schlagkräftigen Ersatzes mit dem Ausfall der Spieler auf den Positionen eins bis drei personell doch auf gleich drei und damit wohl zu viele Stammkräfte zu verzichten hatte.
Mehr als teuer verkaufte sich auch unsere zweite Herrenmannschaft, welche den TTC Zaberfeld zu Gast hatte: Bei der 6:9-Niederlage erwies sich zuvorderst unser mittleres Paarkreuz Patrick Frohs und Sven Kehl als „die Bank von England“, aus der es für die Gäste aus dem Zabergäu in dieser Begegnung der Kellerkinder nichts mitzunehmen gab: Alle ihre Einzelmatches und damit gleich vier Zähler sicherten sie unserer Zweiten, wobei sie dabei vor allem im ersten Durchgang mit Blick auf ihre beiden Fünf-Satz-Krimis auch das für den sportlichen Erfolg unerlässliche Spielglück auf ihrer Seite hatten. Zudem spielte unser Zweier Jochen Stierle mit Blick auf die erspielten Punkte groß auf: So errang er nicht nur an der Seite seines Partners Dominik Walk einen Doppelerfolg über das gegnerische Zweiergespann, sondern schlug zudem den Einser der Gästemannschaft in einem sehenswerten und aus FSV-Sicht natürlich positiv zu bewertenden Vier-Satz-Match. Obendrein hatte er, wie auch generell unser Zweier Dominik Walk in den Einzelspielen des vorderen Paarkreuzes, in seiner zweiten Begegnung etwa nicht gerade das nötige Spielglück, als er seinem Gegenspieler nämlich am Ende der fünf gespielten Satz-Durchläufe mit dem oftmals erwähnten Minimalunterschied der beiden berühmten Zähler zum Sieg gratulieren musste.
Abgesehen davon bleibt leider festzuhalten, dass unsere Zweite – ohne jegliche Schuldzuweisung – diese Partie im hinteren Paarkreuz verlor: Sowohl Claudio Walk wie auch Mikkola Böttcher – danke an dieser Stelle für deine Aushilfe, Mikkola – sollte gegen die beiden Zaberfelder Jungspunde spielerisch kein Stich gelingen, sodass unsere Truppe am Ende des Heimspiels bei den oben aufgeführten sechs Zählern stagnierte.
Eine Niederlage, die erste im Jahr 2026 nach zuvor drei erfolgreichen Partien, musste auch unsere erste Herrenmannschaft hinnehmen: Gegen die im besten Sinn mit Blick auf deren Entwicklungspotenzial Neckarsulmer Rasselbande musste sich unser Flaggschiff nach gut drei Stunden am Sonntagmorgen mit 5:9 geschlagen geben. Bei der empfindlichen Niederlage gegen das Jung-Team der Sport-Union erwiesen sich rückblickend wie auch bereits während der Partie analysiert vor allem die verlorenen Fünf-Satz-Matches als zu große Hypothek und sollten unserer blau-weißen Truppe damit konsequenterweise letztlich das Rückgrat brechen.
So verlor nicht nur unsere zweite FSV-Formation Christian Walk/Andreas Huck in dieser Sparte der Fünf-Satz-Matches ihr Eingangsdoppel, in welchem man bereits einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatte. Auch unser Vierer Andreas Huck legte in seinem ersten Einzel nach verlorenem ersten Durchgang eine Schippe drauf und ging so mit 2:1 in Führung. Dies konterte sein Gegenspieler aber seinerseits spielerisch und hatte so am Ende des fünften Durchgangs die Nase vorn.
Und obendrein verlor unser vorderes Paarkreuz Christian Huck und Kai Oechsle seine Einzelbegegnungen gegen das Neckarsulmer Nachwuchs-Talent und ehemaligen FSV-Jugendspieler Maximilian Herold in, was sich absurd liest, aber irgendwo der Wahrheit entspricht, fast identischer Weise – knapp verlorener erster Satz, Leistungssteigerung und 2:1-Sätze-Führung, Spielbruch im vierten Satz, abgerissener Faden im fünften Durchgang und ergo eine relativ deutliche Niederlage in diesem letzten Satz.
Im genau umgekehrten Fall – soll heißen, unsere vier FSVler hätten die Chancen, die sich ihnen in diesen Begegnungen zweifelsohne boten, genutzt – wäre dieser wenig erbauliche Krimi eventuell genau gegensätzlich ausgegangen und zu einem Thriller mit Happy End geworden; und zudem hätte man sich für die 6:9-Niederlage in der Neckarsulmer Ballei in der Vorrunde rehabilitiert, welche im Übrigen die letzte Niederlage unserer ersten Herrenmannschaft nach danach einem immerhin 9:1-Punkte-Run darstellte.
Da dies aber alles graue Theorie ist und der Vergangenheit angehört, ist es wie so oft müßig, sich darüber den Kopf zu zerbrechen, einzig beim nächsten Mal kann man – Stichwort „einsetzender Lerneffekt“ – versuchen, es besser zu machen. Wozu sich bereits wiederum am kommenden Sonntagmorgen Gelegenheit bietet, wenn man es erneut mit einem Tabellenführer zu tun bekommt, nachdem man vor gut drei Wochen die TTF Leintal zu Gast hatte: Mit dem TTC Neckar-Zaber 3 gibt diesmal eine andere Mannschaft ihr Stelldichein in der Kocherwaldhalle und nach der 2:9-Klatsche der Vorrunde, die bis dato die höchste Niederlage unserer ersten Herrenmannschaft in dieser Saison darstellt, darf man sehr gespannt sein, ob es unserer Truppe gelingt, den Spielausgang diesmal weniger eindeutig zu gestalten.
Wie stets bei unseren Tischtennisbegegnungen sind auch bei dieser vermutlich hochklassigen Begegnung, dem Aufeinandertreffen des Tabellenvierten mit dem -ersten und aktuellen Meisterschaftsanwärter Nummer eins der Bezirksliga Heilbronn, tischtennis- und generell sport-begeisterte Zuschauer herzlich willkommen. Zum einen, um unser Team zu unterstützen, zum anderen aber auch, um packenden Spielen auf einem hoffentlich starken Niveau beizuwohnen.
Nachfolgend die Ergebnisse der Ligaspiele unserer FSV-Mannschaften nochmals im Einzelnen:
| Herren Kreisliga A | TSB Horkheim 3 | FSV 3 | 5:9 | ||||
| Senioren Bezirksliga | FSV 1 | TSV Untereisesheim | 6:3 | ||||
| Herren Kreisliga A | FSV 3 | TG Böckingen 1890 2 | 8:8 | ||||
| Damen Bezirksklasse | FSV | Spvgg Oedheim 2 | 8:1 | ||||
| Herren Kreisliga C | FSV 4 | TSV Weinsberg 2 | 4:9 | ||||
| Herren Bezirksliga | FSV 2 | TTC Zaberfeld | 6:9 | ||||
| Herren Bezirksliga | FSV 1 | SU Neckarsulm 4 | 4:9 |
Hinsichtlich unserer blau-weißen FSV-Mannschaften hält der Spielplan kommendes Wochenende folgende Punktspiele bereit:
| Sa., 28.2.2026 | 14.00 Uhr | Jungen 13 Bezirksklasse | FSV | Spfr Affaltrach 2 | |||
| Sa., 28.2.2026 | 17.00 Uhr | Herren Kreisliga C | FSV 4 | TSV Untereisesheim 3 | |||
| Sa., 28.2.2026 | 17.30 Uhr | Herren Kreisliga A | TT Auenstein-Ilsfeld (SG) 2 | FSV 3 | |||
| So., 1.3.2026 | 10.00 Uhr | Herren Bezirksliga | FSV 1 | TTC Neckar-Zaber 3 | |||
| Di., 3.3.2026 | 19.45 Uhr | Senioren Bezirksklasse | FSV 2 | Spvgg Oedheim 2 |
Bereits jetzt wünschen wir unseren FSV-Teams spannende und faire Spiele sowie die nötige Motivation für ihre anstehenden sportlichen und mit Blick auf die tabellarische Ausgangslage durchaus interessanten Aufeinandertreffen, verbunden mit einem im Bestfall erfolgreichen Spielausgang für unsere blau-weißen FSV-Mannschaften.
chu