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Rainer Maurer verabschiedet sich nach 31 Jahren von der Spitze seines Vereins TTC 95 Odenheim. Manuel Henrich neuer 1. Vorsitzender

„Bin auf meinem Weg schon so lang … bin müde und leer, will nach Süden ans Meer, bin auf meinem Weg ohne Wiederkehr!“ Diese Textzeilen hat Liedermacher...
Rainer Maurer (r.) übergibt an Manuel Henrich (l.) das Amt des 1. Vorsitzenden des TTC 95Foto: R.W.

„Bin auf meinem Weg schon so lang … bin müde und leer, will nach Süden ans Meer, bin auf meinem Weg ohne Wiederkehr!“ Diese Textzeilen hat Liedermacher Hannes Wader bereits 1972 in einem seiner frühen Titel gesungen.

Weniger dramaturgisch beschreibt es der scheidende 1. Vorsitzende des TTC 95 Rainer Maurer nach 35 Jahren an der Spitze des TT-Sports in Odenheim. Nicht müde und leer, aber der Verantwortung/ Führung genug und allemal überzeugt, dass die Verantwortung in jüngere Hände gehört. Vier Jahrzehnte stand er aktiv an der Platte, fünf Jahre war er TT-Abteilungsleiter beim TV Odenheim, und 31 Jahre übernahm er Verantwortung für seinen Verein TTC 95 Odenheim, welchen er 1995 aus der Abteilung in die Selbständigkeit führte. Ein mutiger, eigenwilliger Schritt, den er unbeirrt vollzog und von dem er überzeugt war, dass er von Erfolg beschieden sein würde.

Die Abnabelung vom Mehrspartenverein, die gewonnene Selbständigkeit setzten neue Kräfte frei, wodurch es wirtschaftlich wie sportlich steil bergauf ging. Sportlich äußerte sich dies durch mehrere Meisterschaften und Aufstiege, von denen nahezu alle Mannschaften, sowohl bei den Herren als auch bei den Damen und nicht zuletzt auch bei den Jugendmannschaften, betroffen waren. Absolute Höhepunkte waren die Aufstiege der letzten Jahre, wo der Weg der 1. Mannschaft bis in die Oberliga und der 2. Mannschaft bis in die Verbandsoberliga führte. Nicht minder war das sehr gute Abschneiden der anderen Senioren/ – wie auch Jugendmannschaften.

„Ohne Jugend keine Zukunft“, so sein Motto bezüglich der Jugendarbeit, welche ihm sehr am Herzen lag und nicht zuletzt durch die Beschäftigung eines hauptamtlichen Trainers sowie sechs ehrenamtlicher Betreuer zum Ausdruck kam.

Aber auch die Förderung der Gemeinschaft war für ihn immer ein wichtiges Moment, wobei das „Clubheim“ Dreh- und Angelpunkt war.

Gerade deshalb war der „Präsident“ (wie er zwischenzeitlich genannt wurde) gefordert, sich nach der Aufgabe des alten Vereinsheimes 2003, umgehend um eine neue „Herberge“ zu kümmern. Seine Bemühungen in dieser Richtung waren enorm und man konnte ihn, wie bei vielen anderen Dingen auch, von diesem, einmal gefassten Plan, nicht abbringen. Sein sehr starker Wille hat ihn dazu befähigt. Schnell wurden Nägel mit Köpfen gemacht und der Plan, neben der Mehrzweckhalle ein eigenes Clubheim zu bauen, in die Tat umgesetzt. In reiner Eigenleistung und ohne finanzielle Unterstützung von außen konnte das „Großprojekt“ im Rahmen eines großen Einweihungsfestes in 2005 seiner Bestimmung übergeben werden. Für den jungen Verein ein absolutes Novum.

Auch war er sich nie zu schade, gegenüber Verbänden, der Stadtverwaltung, u.a. Missstände, von denen es reichlich gab und gibt, offen und schonungslos anzuprangern, vor allem, was die Gleichbehandlung und Gleichberechtigung der Vereine seitens der Stadt anbelangt. Ein Problem, ja Missstand, der noch nicht ausgeräumt ist.

In seine Amtszeit fiel auch die erfolgreiche Umstrukturierung der Vereinsorganisation. Den Team-Slogan, der sich daraus ergab, förderte er mit großem Eifer und trieb ihn ständig voran.

T – wie Tradition: alte Gepflogenheiten pflegen, E – wie erfolgreich: sportlich, A – wie Aktiv: Verwirklichung neuer Ideen, M – wie Modern: auf der Höhe der Zeit

Bei allen Erfolgen hat er nie vergessen und deshalb immer wieder betont, dass ohne die vielen getreuen und engagierten Helfer in ihrem eigenständigen Tun, vieles nicht möglich gewesen wäre. Eine besondere Eigenschaft, jene zu animieren und zu begeistern, kam ihm hier zugute. Er konnte die Generationen „umarmen“. Den Kontakt zu den Älteren hatte er aus Altersgründen und den Kontakt zu den Jungen, weil er jung geblieben ist und sie verstehen wollte und konnte.

Nach der Amtsübergabe will er nicht ganz untätig sein, sondern sich um die Instandhaltung des Equipments und das Vereinsheim kümmern.

Die hohe Wertschätzung, die Rainer Maurer beim TTC 95 genießt, zeigte sich bei seiner Amtsübergabe, als sich die Vereinsmitglieder mit langanhaltenden Standing Ovations bei ihm bedankten, die selbst den hartgesottenen bisher einzigen Vereinsvorstand nicht kaltließen.

Manuel Henrich wurde noch am selben Abend als 1. Vorsitzender einstimmig gewählt. Unser Verein ist damit auch weiterhin bestens für die Zukunft aufgestellt. Wir wünschen Rainer und Manuel in Ihren „neuen“ Aufgaben alles Gute für die Zukunft!

K.Pf.

*** News. Ergebnisse. Termine. - ttc95odenheim.de ***

Erscheinung
exklusiv online
von TTC 95 Odenheim e. V.
15.06.2026
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